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KI-Praxis

Google halbiert Preis für Bildmodell Nano Banana 2.1

Google DeepMind hat am 6. Oktober 2026 das Bildmodell Nano Banana 2.1 veröffentlicht und senkt den Preis für ein Standardbild auf 3,4 US-Cent, rund die Hälfte des Vorgängerpreises. Das neue Modell verbessert laut Hersteller Textdarstellung und Figurenkonsistenz deutlich. Es läuft ab sofort in Gemini-App, Google-Suche, Ads, Flow, Stitch und der Enterprise-Plattform.

Von Brian Beckmann · 7. Oktober 2026 · 3 Min

Eine aufgeschnittene Banane mit Google-Logo-Sticker, aus der Münzen mit durchgestrichenem, halbiertem Preisschild fallen, daneben ragt aus einer Kameralinse ein scharf gerendertes Bild mit lesbarem Text heraus.

Google DeepMind hat am 6. Oktober 2026 mit Nano Banana 2.1 ein neues Bildmodell veröffentlicht, das den Vorgänger Nano Banana 2 ablöst.

Ein Bild in Standardauflösung kostet damit nur noch rund 3,4 US-Cent statt zuvor 6,7 Cent – ein Preisnachlass von rund fünfzig Prozent. Zugleich verbessert das Modell laut Google die Textdarstellung und die Konsistenz mehrerer Figuren über eine ganze Bildserie.

Preis für Standardbilder sinkt um die Hälfte

Google DeepMind listet die neuen Tarife in der offiziellen Preisdokumentation für die Gemini-API. Ein generiertes Bild in Standardauflösung (1K) kostet dort 0,0336 US-Dollar.

Bei Nano Banana 2 waren es noch 0,067 Dollar, also fast doppelt so viel. Bei einer Auflösung von 4K sinkt der Preis von 0,151 auf rund 0,113 Dollar, ein Rabatt von etwa 25 Prozent.

Für Redaktionen und Marketingteams heißt das: Statt rund 150 Standardbildern lassen sich für zehn US-Dollar nun etwa 300 Bilder erzeugen. Das teurere Spitzenmodell Nano Banana Pro bleibt mit 0,134 Dollar pro Bild in gleicher Auflösung weiterhin deutlich kostspieliger.

Wer über die Batch-API arbeitet, zahlt laut Preisliste noch einmal die Hälfte des Standardtarifs. Damit sinken die Kosten für automatisiert erzeugte Produktbilder, Social-Media-Grafiken und Illustrationen in Unternehmen spürbar.

Ein neuer Vertrag oder Tarifwechsel ist dafür nicht nötig, der niedrigere Preis gilt automatisch beim Wechsel auf das neue Modell. Für Vielnutzer mit täglichen Bildserien summiert sich der Unterschied schnell auf mehrere hundert Dollar im Monat.

Weitere Preisschritte bei aktuellen KI-Modellen bündelt der laufende Modell- und Preis-Tracker von beckmann.ai.

Neue Version verbessert Text und Figurenkonsistenz

Nano Banana 2.1 basiert laut dem offiziellen Modellblatt von Google DeepMind auf Gemini 3.6 Flash. Es verarbeitet bis zu 14 Referenzbilder gleichzeitig und hält laut Modellblatt bis zu vier Figuren und zehn Objekte über mehrere Bildvarianten hinweg konsistent.

In Googles eigenen Vorliebentests steigt der Wert für Text-zu-Bild-Ausgaben von 990 auf 1050 Elo-Punkte. Die Treffsicherheit bei Fakten in Infografiken wächst von 0,179 auf 0,521.

Nutzer wählen zwischen drei Denkstufen – minimal, mittel und hoch –, die Rechenaufwand gegen Bildqualität abwägen. Zusätzlich lässt sich das Modell mit der Google-Suche verbinden, etwa um aktuelle Informationen in generierte Infografiken einzubauen.

Die Eingabe akzeptiert bis zu eine Million Token, ausgegebene Bilder bleiben auf 4K begrenzt. Einschränkungen bestehen laut Google weiterhin bei kleiner Schrift und bei räumlichen Darstellungen.

Auch tagesaktuelles Weltwissen fehlt dem Modell, denn der Wissensstand reicht nur bis März 2026. Für Illustrationen mit aktuellem Bezug bleibt die Suchanbindung deshalb die einzige verlässliche Quelle neuer Informationen.

Rollout läuft parallel zum Vorgängermodell

Das neue Modell ist ab sofort in mehreren Google-Produkten verfügbar. Dazu zählen die Gemini-App, Google AI Studio, die Gemini-API, der KI-Modus der Google-Suche, Google Ads sowie die Werkzeuge Flow und Stitch.

Unternehmenskunden erreichen es zusätzlich über die Gemini-Enterprise-Plattform. Eine gesonderte Regionensperre für Deutschland oder die EU nennt das Modellblatt nicht, anders als bei der separaten App Gemini Spark, die dort weiterhin blockiert bleibt.

Ein Abschaltdatum für den Vorgänger Nano Banana 2 nennt Googles Übersicht zu Modell-Abschaltungen bisher nicht. Beide Versionen laufen also vorerst parallel über die API.

Branchenbeobachter des Tech-Blogs TestingCatalog hätten Verweise auf das neue Modell bereits Ende September in einem Testbuild von Google Flow entdeckt, mehrere Tage vor der offiziellen Vorstellung.

Die Nano-Banana-Familie steht zugleich unter verstärkter Beobachtung. Google musste den KI-Bildgenerator in Google Earth im August vorübergehend abschalten.

Nutzer hatten mit dem Vorgängermodell gefälschte Satellitenbilder von Explosionen erzeugt. In der Google-Suche ergänzt bereits seit Juli eine Light-Version des Vorgängers eigene KI-Bilder in den KI-Übersichten, wenn das Web kein passendes Foto liefert.

Entscheidend wird, ob der niedrigere Preis professionelle Anwender tatsächlich zu mehr automatisierten Bildserien bewegt. Offen bleibt zudem, ob die neue Modellgeneration dieselben Schutzmechanismen gegen Missbrauch mitbringt, die Google nach dem Vorfall bei Google Earth nachrüsten musste.

Quellen

  1. Nano Banana 2.1 – Model Card (Google DeepMind)
  2. Gemini API Pricing (Google AI for Developers)
  3. Gemini API Deprecations (Google AI for Developers)
  4. New Google Flow build now points to Nano Banana 2.1 – TestingCatalog

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