KI-Praxis

Copilot bündelt Chat, Word und Excel – Gruppenchat nur bis 18. August

3 Min. Lesezeit

TL;DR Too Long; Didn’t read

Microsoft führt die private und die berufliche Copilot-App ab dem 18. August 2026 zu einer einzigen App zusammen, die direkten Zugriff auf Word, Excel und Outlook bietet. Gruppenchats, die Podcast-Funktion und Deep Research verschwinden für Privatnutzende an diesem Tag; geteilte Inhalte sollten vorher gesichert werden. Die Umstellung läuft zunächst auf Handy und im Web, PC-Programme folgen im September.

Zwei Sprechblasen mit dem Microsoft-Copilot-Logo wachsen über einem Schreibtisch zu einer einzigen zusammen, daneben ein Kalenderblatt mit rot markiertem 18. August und Symbole für Word, Excel und Outlook. Generiertes Bild mit GPT Image 2

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft vereint Copilot für Privat- und Geschäftskunden ab 18. August 2026 zu einer App mit neuem Symbol.
  • Gruppenchats, KI-Podcasts und Deep Research fallen für kostenlose Copilot-Nutzende an diesem Stichtag weg.
  • Wichtige Chatinhalte, Bilder und geteilte Dateien lassen sich vor der Umstellung herunterladen und sichern.
  • Die neue App verlinkt direkt zu Word, Excel und Outlook; Dateien landen künftig automatisch in OneDrive.
  • Mobil- und Web-Version wechseln ab Mitte August, Windows und Mac folgen laut Berichten erst im September.
  • Zahlende Copilot-Abos erhalten mit „Researcher" einen Ersatz für die abgeschaltete Tiefenrecherche.

Microsoft führt die getrennten Copilot-Apps für Privat- und Geschäftskunden ab dem 18. August 2026 in einer einzigen Anwendung zusammen. Wer Gruppenchats, selbst erstellte Podcasts oder Recherchen aus der bisherigen App nutzt, sollte wichtige Inhalte vorher sichern, denn diese Funktionen verschwinden für kostenlose Konten an diesem Stichtag. Im Gegenzug verbindet die neue App den Chat künftig direkt mit Word, Excel und Outlook.

Copilot verbindet Chat direkt mit Word, Excel und Outlook

Bislang gab es zwei getrennte Programme: eine private Copilot-App für den Alltag und eine geschäftliche Microsoft-365-Copilot-App fürs Büro. Beide wachsen laut Microsofts eigener Support-Dokumentation zu einer einzigen App namens Microsoft Copilot mit neuem Symbol zusammen. Wer möchte, meldet sich künftig mit einem privaten und einem beruflichen Konto gleichzeitig an und wechselt per Klick zwischen beiden – die Daten bleiben dabei strikt getrennt.

Der Chat öffnet in der neuen App direkt Word-, Excel- und Outlook-Dateien, statt Inhalte umständlich zu kopieren und einzufügen. Bilder und Dokumente, die im Chat entstehen, landen automatisch im persönlichen OneDrive-Speicher und lassen sich von dort normal weiterbearbeiten. Auch bei der Zusammenarbeit tut sich etwas: Erst im August hatte Microsoft die Funktion eingeführt, mit der sich ganze Copilot-Chats per Link mit Kolleginnen und Kollegen teilen lassen, was jetzt zusätzlich in die vereinte App einzieht.

Diese Funktionen verschwinden am 18. August

Mit der Umstellung endet für kostenlose Copilot-Konten der Zugriff auf drei bisher enthaltene Werkzeuge. Gruppenchats werden zu einzelnen Unterhaltungen umgewandelt, Beiträge anderer Teilnehmender sind danach nicht mehr sichtbar. Die Funktion, aus Texten fertige Podcasts zu erzeugen, verschwindet komplett aus der App. Auch die ausführliche Recherchefunktion Deep Research steht Privatkonten nicht mehr zur Verfügung; zahlende Copilot-Abos bekommen stattdessen den Nachfolger namens Researcher.

Ein Beispiel aus dem Büroalltag: Eine Assistentin hat vor einigen Wochen mit Deep Research eine Marktübersicht für ein Kundengespräch zusammenstellen lassen und dafür ein kostenloses Konto genutzt. Ohne rechtzeitiges Sichern ist dieses Ergebnis nach dem Stichtag nicht mehr über die App abrufbar. Ein Praxis-Check von TechZeitGeist empfiehlt, vor dem automatischen Umstieg gezielt vorzugehen:

  1. Copilot-App öffnen und bestehende Gruppenchats aufrufen.
  2. Wichtige Dateien und Bilder aus dem Chatverlauf einzeln herunterladen.
  3. Erstellte Podcasts über das Podcast-Menü als Audiodatei sichern.
  4. Ergebnisse aus Deep Research als Dokument exportieren oder kopieren.
  5. Bei dienstlicher Nutzung vorab mit der IT-Abteilung klären, welches Konto künftig für Firmendaten gilt.

Verfügbarkeit, Kosten und Zugang

Die Umstellung läuft zunächst auf Mobilgeräten und im Web an, weltweit und damit auch für deutschsprachige Nutzerinnen und Nutzer in der EU. Windows- und Mac-Programme folgen laut Medienberichten, etwa von GeekWire, erst Mitte September 2026. Die Grundfunktionen der neuen App bleiben kostenlos, allerdings mit Nutzungsgrenzen; ein Microsoft-365-Copilot-Abo schaltet höhere Limits und zusätzliche Werkzeuge frei. Ähnlich hatte Microsoft bereits bei Outlook das kostenlose Feature Meeting Insight Zug um Zug hinter eine Bezahlschranke gestellt.

Entscheidend wird, ob die zusammengeführte App im Alltag tatsächlich übersichtlicher wird oder ob private und dienstliche Aufgaben in einer Oberfläche eher zu Verwechslungen führen. Wer Copilot beruflich nutzt, sollte vor dem Umstieg mit den eigenen Vorgaben zum Umgang mit Kunden- und Firmendaten abgleichen, welches Konto dafür vorgesehen ist – ein privates Gratis-Konto eignet sich dafür in der Regel nicht. Bis zur angekündigten größeren „Super-App” mit Programmier- und Agentenfunktionen bleibt zudem offen, wie viele der jetzt gestrichenen Werkzeuge dort in neuer Form zurückkehren.

Häufige Fragen

Was kostet die neue Copilot-App?

Die Grundfunktionen bleiben kostenlos nutzbar, allerdings mit Nutzungsgrenzen; ein Microsoft-365-Copilot-Abo schaltet höhere Limits und zusätzliche Werkzeuge wie „Researcher" frei.

Brauche ich ein neues Konto?

Nein, das bestehende Microsoft-Konto reicht. In der neuen App lassen sich ein privates und ein berufliches Konto gleichzeitig nutzen, die Daten bleiben dabei getrennt.

Ist die neue App auf Deutsch und in der EU verfügbar?

Ja, die Umstellung läuft weltweit an, auch für deutschsprachige Nutzerinnen und Nutzer in der EU, zunächst auf dem Handy und im Web.

Darf ich Firmen- oder Kundendaten in Copilot eingeben?

Das richtet sich nach den internen Vorgaben des Arbeitgebers. Firmendaten gehören grundsätzlich in ein dienstlich freigegebenes Konto mit passender Lizenz, nicht in ein privates Gratis-Konto.

Was passiert mit alten Chatverläufen?

Bestehende Unterhaltungen und erstellte Inhalte wandern automatisch in die neue App. Nur Beiträge anderer Personen in Gruppenchats sind nach der Umstellung nicht mehr zugänglich.

Quellen (3)
  1. Microsoft Support: Updates to Copilot and the Microsoft Copilot app
  2. GeekWire: Microsoft starts merging its Copilot consumer and business apps
  3. TechZeitGeist: Vor dem Copilot-Update – diese Chats und Funktionen prüfen

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