KI-Praxis

Copilot verwandelt Word-Berichte in fertige PowerPoint-Folien

2 Min. Lesezeit
Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm ein Word-Dokument mit einem Quartalsbericht zu sehen ist, daneben ein zweiter Monitor mit einer PowerPoint-Folienübersicht. Generiertes Bild mit GPT Image 2
Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm ein Word-Dokument mit einem Quartalsbericht zu sehen ist, daneben ein zweiter Monitor mit einer PowerPoint-Folienübersicht.

TL;DR Too Long; Didn’t read

Copilot in PowerPoint macht aus einem fertigen Word-Bericht in wenigen Minuten einen ersten Foliensatz mit Bildern und Notizen. Wer Überschriften im Word-Dokument sauber setzt, bekommt bessere Ergebnisse. Die Funktion kostet als Zusatz zum Microsoft-365-Konto ab 15,60 Euro im Monat und ist auch in Deutschland verfügbar. Das Ergebnis ersetzt keine eigene Prüfung der Zahlen und Formulierungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Copilot in PowerPoint erstellt aus einem Word-Dokument automatisch einen ersten Foliensatz mit Bildern.
  • Braucht eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz im Firmenkonto oder Copilot Pro im privaten Microsoft-365-Abo.
  • Aktionspreis 15,60 Euro pro Nutzer und Monat bis Ende September 2026, danach regulär 18,20 Euro.
  • Verfügbar in Deutschland und der EU; die höchste Qualität liefert die Funktion auf Englisch.
  • Word-Überschriften mit Formatvorlagen strukturieren, damit Copilot Kapitel und Folien richtig trennt.
  • Ergebnis bleibt ein erster Entwurf – Zahlen, Bilder und Formulierungen vor der Weitergabe gegenprüfen.

Ein Quartalsbericht liegt fertig als Word-Datei vor, doch für das Team-Meeting am Nachmittag fehlt noch eine Präsentation. Copilot in PowerPoint übernimmt genau diesen Schritt: Aus dem vorhandenen Text entsteht automatisch ein erster Foliensatz mit Überschriften, Bildern und Sprechernotizen. Wer den Ablauf einmal kennt, muss Folien nicht mehr Punkt für Punkt von Hand anlegen.

Copilot baut aus dem Word-Bericht einen ersten Foliensatz

Copilot in PowerPoint liest laut Microsoft-Support den Inhalt eines ausgewählten Word-Dokuments aus und baut daraus einen kompletten Entwurf inklusive Bildern und Sprechernotizen. Die Funktion braucht dafür einen klar strukturierten Text: Überschrift 1 wird meist zum Folientitel, Überschrift 2 zu einem eigenen Abschnitt. Enthält das Dokument bereits Bilder, übernimmt Copilot sie automatisch in die passende Folie. Am zuverlässigsten funktioniert das laut Microsoft mit Word-Dateien unter 24 Megabyte.

Der Ablauf lässt sich in wenigen Schritten wiederholen:

  1. Word-Bericht mit Überschriften und Zwischenüberschriften klar gliedern.
  2. Neue, leere Präsentation in PowerPoint öffnen.
  3. Copilot-Schaltfläche im Menüband auf der Startseite auswählen.
  4. Im Copilot-Fenster „Präsentation aus Datei erstellen” eingeben oder anklicken.
  5. Gewünschtes Word-Dokument aus der Dateiauswahl bestätigen.
  6. Erzeugten Foliensatz mit Bildern und Sprechernotizen durchsehen.
  7. Zahlen, Fachbegriffe und Bildunterschriften prüfen und Firmen-Layout ergänzen.

So spart der Ablauf Zeit vor dem nächsten Meeting

Aus einem mehrseitigen Bericht entsteht so in wenigen Minuten eine vorzeigbare Präsentation, statt jede Folie einzeln anzulegen. Übrig bleibt vor allem das Gegenlesen und Nachschärfen einzelner Folien, nicht mehr die reine Gestaltung. Ähnlich automatisiert Microsoft inzwischen weitere Büroaufgaben: Copilot in SharePoint baut aus vorhandenen Ordnerinhalten fertige Word- und Excel-Dateien, Copilot in Excel übernimmt inzwischen sogar Teile des Monatsabschlusses. Die PowerPoint-Funktion reiht sich damit in eine wachsende Zahl automatisierter Office-Aufgaben ein.

Kosten, Zugang und Voraussetzungen im Überblick

Im Firmenkonto kostet die nötige Microsoft-365-Copilot-Lizenz laut Microsoft-Preisseite bis Ende September 2026 im Aktionstarif 15,60 Euro pro Nutzer und Monat, danach regulär 18,20 Euro. Vorausgesetzt wird zusätzlich ein bestehendes Microsoft-365-Business-Abo. Privatnutzende ohne Firmenkonto greifen stattdessen auf Copilot Pro für rund 22 Euro im Monat zurück, ebenfalls als Zusatz zu einem bestehenden Microsoft-365-Personal- oder -Family-Abo.

Bei einer Firmenlizenz bleiben Word-Inhalte laut Microsoft innerhalb der bestehenden Unternehmensgrenzen und fließen nicht in das Training der zugrunde liegenden KI-Modelle ein. Enthält der Bericht besonders sensible Kunden- oder Personaldaten, lohnt vor dem Hochladen trotzdem ein kurzer Blick in die IT-Richtlinie des eigenen Betriebs.

Der erzeugte Foliensatz bleibt trotzdem nur ein erster Entwurf. Copilot versteht den Bericht nicht inhaltlich, sondern ordnet Text und Bilder nach erkannten Mustern zu. Falsch zugeordnete Zahlen, austauschbare Bildmotive oder ein uneinheitliches Layout kommen dabei vor. Ungeprüft an Kolleginnen, Kollegen oder Kundschaft weitergereicht, sorgen solche Fehler schnell für Nachfragen oder Korrekturschleifen.

Häufige Fragen

Was kostet Copilot in PowerPoint?

Im Firmenkonto kostet Microsoft 365 Copilot Business laut Microsoft bis Ende September 2026 im Aktionstarif 15,60 Euro pro Nutzer und Monat, danach regulär 18,20 Euro – zusätzlich zu einem bestehenden Microsoft-365-Business-Abo. Privatnutzende zahlen für Copilot Pro rund 22 Euro im Monat, zusätzlich zu einem Microsoft-365-Personal- oder -Family-Abo.

Braucht es ein extra Konto oder Abo?

Ja. Im Betrieb setzt die Funktion eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz über das Firmenkonto voraus, privat ein Copilot-Pro-Abo zusätzlich zum Microsoft-365-Personal-Abo. Ohne eine der beiden Lizenzen bleibt die Copilot-Schaltfläche in PowerPoint ausgegraut.

Funktioniert das auf Deutsch und in der EU?

Die Funktion steht laut Microsoft auch in Deutschland und der übrigen EU zur Verfügung. Am höchsten ist die Qualität der Folien auf Englisch, Deutsch funktioniert aber ebenfalls.

Dürfen Firmen- oder Kundendaten im Word-Dokument stehen?

Bei einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz im Firmenkonto bleiben Inhalte laut Microsoft innerhalb der bestehenden Unternehmensgrenzen und fließen nicht in das Training der Basismodelle ein. Vor dem Hochladen besonders sensibler Kunden- oder Personaldaten lohnt trotzdem ein Blick in die eigene IT-Richtlinie.

Gibt es Alternativen zu Copilot in PowerPoint?

Google Gemini in Google Slides baut aus Google-Docs-Texten ähnliche Entwürfe. Canva bietet mit Magic Design eine werkzeugübergreifende Variante. Ohne Copilot-Lizenz lässt sich eine Foliengliederung auch mit ChatGPT oder Claude vorformulieren und anschließend von Hand in Folien umsetzen.


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