Dossier · Laufend aktualisiert

Nvidia als Finanzier des KI-Ausbaus

Beteiligungen, Kreditplattformen und Garantien: Wie Nvidia den Ausbau der Rechenzentren seiner eigenen Kunden mitfinanziert.

Nvidia verkauft längst nicht mehr nur Chips, sondern finanziert zunehmend die Rechenzentren, in denen sie laufen: über Optionsschein-Beteiligungen an Cloud-Anbietern wie Nebius und CoreWeave, über Kreditplattformen mit Wall-Street-Häusern und über Garantien für einzelne Großprojekte. Das Muster verschafft Kunden Kapital, das ihnen als eigenständige Kreditnehmer kaum zur Verfügung stünde – und Nvidia langfristige Abnehmer für die eigene Hardware.

Dieses Dossier bündelt die Meldungen zu diesem Modell: von den Beteiligungen entlang der KI-Lieferkette über die Finanzierungsplattformen mit sechs Finanzkonzernen bis zur Milliardengarantie für ein OpenAI-Rechenzentrum in Ohio. Kritiker sprechen von zirkulärer Finanzierung, Firmenchef Jensen Huang weist den Vorwurf zurück. Offen bleibt, wie belastbar die Konstruktionen sind, falls die Nachfrage nach KI-Rechenleistung langsamer wächst als geplant.

Chronologie

  1. Nvidia hält 9,3 Prozent am KI-Cloud-Anbieter Nebius

    SEC-Unterlagen zeigen: Der Chipkonzern besitzt über einen Optionsschein Anteile am Amsterdamer Cloud-Anbieter, die Aktie reagiert mit Kurssprüngen.

  2. Nvidia mobilisiert 500 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren

    Der Chiphersteller vereinbart mit sechs Wall-Street-Konzernen neue Finanzierungsplattformen für den Ausbau von KI-Rechenzentren.

  3. Nvidia garantiert 105 Milliarden Dollar für OpenAI-Rechenzentrum

    Ein stillgelegtes Atomanlagen-Gelände in Ohio wird zur Basis für Nvidias bislang größte Einzelzusage an einen KI-Kunden.