KI-Wirtschaft

Anthropic startet Claude Opus 5 zum halben Preis von Fable 5

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Preisvergleich der Anthropic-Modelle Claude Opus 5 und Claude Fable 5 auf einem Laptop-Bildschirm mit der Claude-App und dem Anthropic-Logo Generiertes Bild mit GPT Image 2
Preisvergleich der Anthropic-Modelle Claude Opus 5 und Claude Fable 5 auf einem Laptop-Bildschirm mit der Claude-App und dem Anthropic-Logo

TL;DR Too Long; Didn’t read

Anthropic hat am 24. Juli 2026 das Modell Claude Opus 5 veröffentlicht, zum gleichen Preis wie der Vorgänger Opus 4.8. Fünf Dollar kostet eine Million Eingabe-Token, 25 Dollar eine Million Ausgabe-Token – halb so viel wie beim Spitzenmodell Fable 5. Auf dem Coding-Benchmark CursorBench erreicht es laut Anthropic fast dessen Niveau. Für Mehrtagesaufgaben empfiehlt Anthropic weiterhin das teurere Fable 5.

Das Wichtigste in Kürze

  • Claude Opus 5 kostet fünf Dollar je Million Eingabe- und 25 Dollar je Million Ausgabe-Token – wie schon Opus 4.8.
  • Fable 5 bleibt doppelt so teuer: zehn Dollar je Million Eingabe-, 50 Dollar je Million Ausgabe-Token.
  • Neue Effort-Stufen (niedrig, mittel, hoch) lassen Nutzer zwischen Tempo, Kosten und Qualität wählen.
  • Bei Aufgaben zum Ausnutzen von Sicherheitslücken liegt Opus 5 laut Anthropic hinter dem Modell Mythos 5.
  • Opus 5 ist ab sofort Standardmodell im Abo Claude Max und stärkste Option bei Claude Pro.
  • Entwickler können Werkzeuge nun mitten im Gespräch wechseln, ohne den Prompt-Cache zu verlieren.

Anthropic bringt mit Claude Opus 5 ein neues KI-Modell auf den Markt, das nahe an die Leistung des Spitzenmodells Fable 5 heranreicht – zum halben Preis. Das Unternehmen behält dabei die Kosten des Vorgängers Opus 4.8 bei: fünf Dollar je Million Eingabe-Token, 25 Dollar je Million Ausgabe-Token. Opus 5 ersetzt Opus 4.8 als Standardmodell im Abo Claude Max.

Opus 5 kostet die Hälfte von Fable 5

Anthropic hat die Preise für Opus 5 gegenüber dem Vorgängermodell Opus 4.8 nicht verändert. Laut der offiziellen Preisliste des Unternehmens kostet eine Million Eingabe-Token fünf Dollar, eine Million Ausgabe-Token 25 Dollar. Fable 5, das weiterhin leistungsstärkste Modell im Angebot, verlangt exakt das Doppelte:

  • Claude Opus 5: 5 Dollar je Million Eingabe-Token, 25 Dollar je Million Ausgabe-Token
  • Claude Fable 5: 10 Dollar je Million Eingabe-Token, 50 Dollar je Million Ausgabe-Token
  • Batch-Verarbeitung Opus 5: 2,50 Dollar je Million Eingabe-Token, 12,50 Dollar je Million Ausgabe-Token
  • Batch-Verarbeitung Fable 5: 5 Dollar je Million Eingabe-Token, 25 Dollar je Million Ausgabe-Token

Für zwischengespeicherte Eingaben (Prompt-Caching) gilt bei beiden Modellen der übliche Aufschlag von 25 Prozent beim Schreiben und ein Rabatt von 90 Prozent beim Lesen aus dem Zwischenspeicher. Opus 5 ist über die Claude-API unter der Modellkennung claude-opus-5 verfügbar, außerdem in Claude.ai, Claude Code und Claude Cowork. In den Abos ersetzt es Opus 4.8 als Standardmodell bei Claude Max und bleibt die stärkste Option im günstigeren Claude-Pro-Tarif.

Effort-Stufen steuern Tempo und Kosten

Ein zentrales neues Merkmal von Opus 5 sind konfigurierbare Aufwandsstufen. Nutzer können laut einem Bericht des Magazins Fortune zwischen niedrigem, mittlerem und hohem Effort wählen und damit gezielt zwischen Antwortgeschwindigkeit, Tokenverbrauch und Ergebnisqualität abwägen. Bei niedrigem Effort spart das Modell Token und antwortet schneller, bei hohem Effort prüft es Zwischenergebnisse gründlicher und arbeitet länger an einer Aufgabe. Anthropic bewirbt Opus 5 zudem als Modell, das eigenständiger arbeitet als seine Vorgänger: Es soll Fehler in eigenen Zwischenschritten erkennen und korrigieren, ohne dass Nutzer jeden Schritt einzeln nachsteuern müssen.

Zwei weitere Neuerungen richten sich an Entwickler. Die Claude-API erlaubt nun, verfügbare Werkzeuge mitten in einem laufenden Gespräch zu ändern, ohne den bestehenden Prompt-Cache ungültig zu machen – bislang erzwang jede Werkzeugänderung einen teuren Neuaufbau des Caches. Lehnt das Modell eine Anfrage aus Sicherheitsgründen ab, leitet die API die Anfrage zudem automatisch an ein anderes Modell weiter, statt lediglich eine Fehlermeldung zurückzugeben. Beide Funktionen richten sich vor allem an lang laufende Agenten-Workflows, in denen sich Werkzeuge und Kontext häufig ändern.

Fable 5 bleibt bei Benchmarks weiterhin vorn

Bei eigenen Benchmark-Tests meldet Anthropic deutliche Fortschritte gegenüber Opus 4.8: Auf dem Test Frontier-Bench v0.1 verdopple sich der Wert von Opus 5 mehr als, bei gleichzeitig geringeren Kosten pro Aufgabe. Beim Coding-Benchmark CursorBench liege Opus 5 nur rund 0,5 Prozentpunkte hinter Fable 5 – zum halben Preis. Bei komplexen Problemlöseaufgaben im Test ARC-AGI-3 erreiche Opus 5 die dreifache Punktzahl von Opus 4.8, bei chemischen und protein-analytischen Aufgaben lägen die Zugewinne zwischen 7,7 und 10,2 Prozentpunkten. Die Zahlen stammen aus Anthropics eigener Ankündigung und sind unabhängig nicht verifiziert.

Nicht in jeder Disziplin liegt Opus 5 vorn: Bei Aufgaben zum Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken rangiert es laut Anthropic hinter Mythos 5, dem auf solche Aufgaben spezialisierten Modell des Unternehmens. Für autonome Aufgaben, die sich über mehrere Tage erstrecken, empfiehlt Anthropic weiterhin Fable 5. Das Modell hatte in den vergangenen Wochen eine wechselhafte Geschichte: Nach zeitweiser Sperrung durch US-Exportkontrollen im Juni band Anthropic den Zugang ab dem 20. Juli dauerhaft an die teureren Tarife Max und Team Premium. Der niedrigere Preis von Opus 5 dürfte auch als Reaktion auf wachsenden Konkurrenzdruck zu verstehen sein: Erst Anfang Juli hatte SpaceXAI mit Grok 4.5 ein Coding-Modell vorgestellt, das Opus 4.8 im Preis deutlich unterbot.

Entscheidend wird, ob Unternehmen und Entwickler den Preisvorteil von Opus 5 tatsächlich nutzen oder für anspruchsvolle Aufgaben trotz der Mehrkosten bei Fable 5 bleiben. Mit den neuen Effort-Stufen verschiebt Anthropic die Abwägung zwischen Tempo, Kosten und Qualität erstmals direkt in die Hände der Nutzer, statt sie allein über die Modellwahl zu treffen. Wie stark das die Nachfrage nach dem teureren Fable 5 dämpft, dürfte sich erst in den kommenden Wochen an den eigenen Nutzungszahlen zeigen.

Häufige Fragen

Ist Claude Opus 5 im kostenlosen Claude-Tarif verfügbar?

Nein, laut Anthropics Preisliste ist Opus 5 nur in den kostenpflichtigen Stufen Pro, Max, Team und Enterprise sowie über die kostenpflichtige API nutzbar; ein Free-Zugang ist nicht vorgesehen.

Wie viel kostet ein typisches Coding-Projekt mit Opus 5 im Vergleich zu Fable 5?

Bei identischem Token-Verbrauch fällt die Rechnung für Opus 5 rechnerisch nur halb so hoch aus wie bei Fable 5, da beide Preisstufen – Eingabe und Ausgabe – exakt bei der Hälfte liegen.

Kann ich zwischen Opus 5 und Fable 5 innerhalb eines Projekts wechseln?

Ja, beide Modelle stehen parallel über dieselbe Claude-API zur Verfügung und lassen sich je nach Aufgabe einzeln auswählen oder über automatisches Fallback-Routing kombinieren.

Was unterscheidet die Effort-Stufen von Opus 5 vom bisherigen Modell?

Opus 4.8 bot keine vergleichbare Einstellung; Nutzer mussten Tempo und Kosten bislang ausschließlich über die Modellwahl selbst steuern, nicht innerhalb eines einzelnen Modells.

Gibt es bereits einen Termin für eine weitere Aktualisierung nach Opus 5?

Anthropic hat dazu keine Angaben gemacht; frühere Opus-Versionen erschienen in Abständen von rund zwei Monaten, was auf einen ähnlichen Rhythmus hindeuten könnte.


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