KI-Praxis

DeepL, ChatGPT und Google Translate übersetzen Geschäftsmails

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Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm eine E-Mail mit Flaggen-Symbolen für Deutsch, Englisch und Französisch zu sehen ist Generiertes Bild mit GPT Image 2
Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm eine E-Mail mit Flaggen-Symbolen für Deutsch, Englisch und Französisch zu sehen ist

TL;DR Too Long; Didn’t read

DeepL, ChatGPT und Google Translate übersetzen Geschäftsmails in Sekunden und sparen damit Zeit bei der internationalen Korrespondenz. Google Translate ist kostenlos und ohne Konto nutzbar, DeepL punktet beim formellen Ton, ChatGPT passt zusätzlich die Tonalität an. Für Kunden- und Vertragsdaten empfiehlt sich ein bezahltes Abo mit vertraglichem Verzicht auf Datenspeicherung.

Das Wichtigste in Kürze

  • DeepL, ChatGPT und Google Translate übersetzen Geschäftsmails in Sekunden – mit unterschiedlichem Ton und Preis.
  • Google Translate ist ohne Konto und ohne Kosten nutzbar, ideal für schnelle Verständigung zwischendurch.
  • ChatGPT Plus kostet rund 23 Euro im Monat und passt auf Zuruf zusätzlich den Ton der Mail an.
  • DeepL Pro verzichtet laut Anbieter vertraglich auf Speicherung und Training mit eingegebenen Texten.
  • Für Kunden- oder Vertragsdaten lohnt sich ein bezahltes Abo mit Datenschutz-Zusage statt der Gratisversion.
  • Automatische Übersetzung ersetzt bei Verträgen und Fachtexten keine menschliche Prüfung.

Geschäftsmails auf Englisch, Französisch oder Spanisch zu formulieren, kostet in vielen Büros täglich Zeit. DeepL, ChatGPT und Google Translate übersetzen solche Mails heute in Sekunden. Die drei Werkzeuge unterscheiden sich jedoch deutlich bei Ton, Kosten und dem Umgang mit Firmendaten.

DeepL, ChatGPT und Google Translate lösen die Aufgabe unterschiedlich

Alle drei Dienste übertragen deutschen Text automatisch in eine Fremdsprache und umgekehrt. Sie unterscheiden sich aber in Preis, Genauigkeit für die deutsche Sprache und im Umgang mit eingegebenen Texten. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Praxis-Unterschiede zusammen.

WerkzeugPreisEignung für DeutschDatenschutz-HinweisZugangsweg
DeepLKostenlos für kurze Texte; Pro-Abo gestaffelt ab einem niedrigen zweistelligen Euro-Betrag pro Nutzer und MonatAls Sprachdienst mit Wurzeln in Köln entstanden, gilt seit Jahren als Referenz für formellen deutschen GeschäftstonDie Pro-Version verzichte laut Anbieter vertraglich auf Speicherung und Training; die kostenlose Version dürfe Texte laut Datenschutzerklärung auch zu Trainingszwecken nutzenWeb, Windows- und Mac-App, Browser-Erweiterung, Add-in für Word und Outlook
ChatGPTKostenlose Basisversion; Plus koste rund 23 Euro im Monat, der Einstiegstarif Go rund 8 EuroÜbersetzt kontextsensitiv und passt Anrede sowie Ton auf Zuruf an, reagiert aber empfindlicher auf unklare AnweisungenDie Nutzung fürs Training lasse sich in den Datenkontrollen abschalten; Business-Tarife nutzten Eingaben laut Anbieter grundsätzlich nicht fürs TrainingWeb, App für iOS und Android, Desktop-App
Google TranslateKostenlos, ohne AboSchnell und für Alltagssätze zuverlässig, bei Fachbegriffen und der Höflichkeitsform oft weniger präzise als DeepLBei angemeldetem Konto und aktivierter Web- und App-Aktivität speichere Google die Übersetzungen im KontoverlaufWeb (translate.google.com), App, Chrome-Erweiterung, Google Docs

Der Alltagsnutzen zeigt sich in Tempo, Ton und Nachbearbeitung

DeepL eignet sich für die schnelle Eins-zu-eins-Übersetzung einer fertigen Mail, ganz ohne weitere Anweisungen. Der Ton bleibt meist sachlich-formell, wie es im deutschen Geschäftsverkehr üblich ist.

ChatGPT übersetzt ebenfalls, kann eine Mail auf Zuruf aber zusätzlich umformulieren, etwa „etwas höflicher” oder „kürzer”. Diese Idee, Text per freier Anweisung nachzubessern, verfolgt inzwischen auch die Schreibhilfe in Gmail – für alle drei Werkzeuge gilt aber: Eine kurze, klare Anweisung liefert die verlässlichsten Ergebnisse.

Google Translate punktet bei Tempo und Einfachheit, etwa um eine eingehende fremdsprachige Mail schnell zu verstehen. Für die eigene ausgehende Geschäftskorrespondenz eignet es sich seltener, weil Anrede und Höflichkeitsform gröber ausfallen als bei DeepL oder ChatGPT.

Preis, Zugang und Voraussetzungen entscheiden über die Wahl

Für gelegentliche Übersetzungen reichen die kostenlosen Versionen von DeepL und Google Translate, ganz ohne Konto. Für regelmäßige Geschäftskorrespondenz lohnt sich meist ein bezahltes Abo, weil dann längere Texte, ganze Dokumente und ein vertraglicher Verzicht auf Datenspeicherung möglich werden.

ChatGPT braucht für den täglichen Einsatz im Büro in der Regel den bezahlten Tarif, da die kostenlose Version Nachrichtenzahl und Textlänge begrenzt. Wer Namen, Vertragsdetails oder Kundendaten in eine Mail einfügt, sollte vorab die internen Richtlinien prüfen; ein Pro- oder Business-Tarif mit Speicher-Verzicht ist dafür die sicherere Wahl als eine kostenlose Version.

Alle drei Werkzeuge ersetzen keine geprüfte Fachübersetzung. Bei Verträgen, technischen Fachbegriffen oder rechtlich bindenden Zusagen bleibt eine zweite, menschliche Prüfung sinnvoll – eine automatische Übersetzung kann Nuancen verschieben, ohne dass der Fehler beim ersten Lesen auffällt.

Häufige Fragen

Kostet die Übersetzung von Geschäftsmails mit diesen Werkzeugen etwas?

Google Translate ist durchgehend kostenlos. DeepL und ChatGPT bieten kostenlose Basisversionen; für längere Texte, mehr Funktionen und einen vertraglichen Datenschutz-Verzicht ist jeweils ein bezahltes Abo nötig.

Ist für die Nutzung ein Konto oder Abo nötig?

Für einzelne, kurze Übersetzungen genügt bei allen drei Diensten der Web-Zugang ohne Konto. Für gespeicherte Verläufe, längere Texte oder Firmen-Tarife ist ein Konto beziehungsweise Abo erforderlich.

Sind die Werkzeuge in Deutschland und der EU verfügbar?

Ja, alle drei Dienste stehen in Deutschland und der übrigen EU zur Verfügung. DeepL betreibt seine Server nach eigenen Angaben in Deutschland.

Dürfen Firmen- oder Kundendaten eingegeben werden?

Interne Richtlinien sollten das vorab klären. Sicherer sind kostenpflichtige Tarife, die laut Anbieter auf Speicherung und Training mit den eingegebenen Texten verzichten, etwa DeepL Pro oder ChatGPT Business.

Gibt es Alternativen zu den drei Werkzeugen?

Microsoft bietet mit dem Übersetzer in Word und Outlook eine in Microsoft 365 integrierte Variante, die sich für Nutzerinnen und Nutzer mit vorhandenem Business-Abo anbietet.


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