Dossier · Laufend aktualisiert

Anthropics Vorstoß in die Biomedizin

Von Claude Science im Juni bis zum bestätigten Biologie-Labor im September 2026: Anthropics Einstieg in die Biomedizin im Überblick.

Anthropic baut seit Mitte 2026 einen eigenen Life-Sciences-Zweig auf. Am 30. Juni stellte das Unternehmen die Forschungsumgebung Claude Science vor und kündigte eigene vorklinische Wirkstoffprogramme für vernachlässigte Krankheiten an. Ende August folgte mit dem Model Hardware Standard eine Schnittstelle, über die KI-Agenten Laborgeräte und Roboter direkt steuern – erste Tests liefen unter anderem bei Genentech. Im September deckte Reuters auf, dass Anthropic seit Monaten ein physisches Biologie-Labor in der Bay Area betreibt; Grundlage war die Übernahme von Coefficient Bio im April.

Das Dossier bündelt die Etappen dieses Vorstoßes – von der Software für Pharmakunden wie Genentech, Bristol Myers Squibb und Novo Nordisk über die Laborautomatisierung bis zur Frage, ob aus der Grundlagenforschung ein eigenes Pharmageschäft wird. Klinische Studien schließt Anthropic bislang aus.

Chronologie

  1. Anthropic: KI-Wirkstoffforschung für vernachlässigte Krankheiten

    Anthropic startet eigene vorklinische Wirkstoffforschung für vernachlässigte Krankheiten und stellt Claude Science vor.

  2. Anthropic öffnet Standard für KI-gesteuerte Laborroboter

    Anthropic testet mit Genentech, QuEra und weiteren Partnern eine gemeinsame Schnittstelle für KI-Agenten und physische Maschinen.

  3. Anthropic bestätigt eigenes Biologie-Labor in Kalifornien

    Das KI-Unternehmen betreibt laut Reuters ein Bio-Labor für physische Experimente – zu den Pharmapartnern zählen Novo Nordisk und Genentech.

  4. Anthropic entdeckt mit Claude neues Enzymsystem im Erbgut

    Fast 1.000 autonome Claude-Agenten fanden in Bakterienviren ein unbekanntes Enzym-System mit CRISPR-ähnlichen Wiederholungen.