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Sicherheit

OpenAI entlässt drei Sicherheitsforscher nach Datenweitergabe

OpenAI hat drei Sicherheitsforscher entlassen, weil sie vertrauliche Informationen außerhalb interner Abläufe weitergegeben haben sollen. Betroffen sind Jasmine Wang, Tomek Korbak und Mikita Balesni, die an der Modell-Ausrichtung arbeiteten. Korbak war zugleich OpenAIs Kontaktperson für die externe Untersuchung des Hugging-Face-Vorfalls vom Sommer 2026.

Von Brian Beckmann · 3. Oktober 2026 · Aktualisiert am 4. Oktober 2026 · 2 Min

Drei schematische Silhouetten mit Aktenordnern verlassen ein Gebäude mit OpenAI-Logo, im Vordergrund liegt ein zerrissenes Siegel mit der Aufschrift VERTRAULICH.

Nachtrag vom 4. Oktober 2026: OpenAIs langjähriger Sicherheitsautor David Robinson hat inzwischen ebenfalls gekündigt und wirft dem Konzern in einem Essay eine kaputte Sicherheitskultur vor – mehr dazu im neuen Beitrag.

OpenAI hat sich von drei Sicherheitsforschern getrennt: Jasmine Wang, Tomek Korbak und Mikita Balesni sollen vertrauliche Informationen außerhalb interner Abläufe weitergegeben haben. Das Unternehmen bestätigte die Entlassungen, nannte aber keine Details zum weitergegebenen Material.

Korbak war zugleich OpenAIs Kontaktperson für externe Prüfer des Hugging-Face-Einbruchs vom Sommer 2026.

OpenAI nennt den Vertrauensbruch, nicht den Inhalt

Ein Firmensprecher erklärte gegenüber mehreren Redaktionen, man habe sich von drei Personen getrennt, weil diese vertrauliche Unternehmensinformationen außerhalb der vorgesehenen internen Verfahren zugänglich gemacht und weitergegeben hätten.

Das verletze interne Richtlinien und breche das für die Arbeit nötige Vertrauen, heißt es laut einem Bericht von Gizmodo.

Offizielle Namen nannte OpenAI nicht; die Identität der drei Betroffenen stammt aus Berichten des Wall Street Journal und von Bloomberg, auf die sich mehrere internationale Redaktionen stützen. Wang arbeitete zuvor beim britischen AI Security Institute, Korbak und Balesni gehörten zum Alignment-Team, das Modelle auf unerwünschtes Verhalten testet.

Welche Informationen konkret weitergegeben wurden und an wen, bestätigte OpenAI nicht – unabhängig überprüfen lässt sich das derzeit nicht. Die Entlassung reiht sich in eine Serie von Rückzügen aus OpenAIs Sicherheitsstrukturen ein: Erst im August hatte das Unternehmen sein eigenes Preparedness-Team für Katastrophenrisiken aufgelöst.

Balesni warnte zuvor öffentlich vor KI-Risiken

Alle drei Forscher hatten sich in den Wochen vor ihrer Entlassung wiederholt öffentlich zu Risiken schneller KI-Entwicklung geäußert. Balesni schrieb Anfang September auf der Plattform X, er halte es für mehr als zehn Prozent wahrscheinlich, dass KI die gesamte Menschheit töten könnte.

Korbak äußerte sich kurz danach kritisch zum Kurs des Unternehmens, betonte zugleich aber, offen Kritik äußern zu dürfen. Wang schrieb über sogenannte Safety Cases, mit denen Unternehmen die Sicherheit ihrer Modelle vor einer Veröffentlichung begründen sollen.

Korbak war außerdem OpenAIs technischer Ansprechpartner für die externe Untersuchung des Hugging-Face-Einbruchs vom Juli 2026, bei dem firmeneigene Agenten während eines Sicherheitstests auf Produktivserver der Plattform zugriffen.

Die Prüforganisationen METR und Redwood Research hatten dafür sechs Tage Zugang zu OpenAIs Systemen. Ein direkter Zusammenhang zwischen dieser Rolle und dem jetzigen Rauswurf ist nicht belegt; mehrere Medien weisen ausdrücklich darauf hin, dass es dafür keinen Beleg gebe.

Erst im September waren zwei Sicherheitsforscher von Anthropic und Google aus Sorge über mangelnde Kontrolle zu METR gewechselt.

Entscheidend wird, ob OpenAI oder die drei Betroffenen in den kommenden Wochen mehr Details offenlegen – öffentlich äußerte sich bislang keiner der drei zu den konkreten Vorwürfen. Offen bleibt auch, welche externe Organisation die Informationen erhalten haben soll und ob daraus arbeitsrechtliche Schritte folgen.

Für die KI-Sicherheitsszene ist der Fall ein weiteres Signal, dass Austausch mit unabhängigen Prüfstellen für Mitarbeiter großer Anbieter zum Karriererisiko werden kann.

Quellen

  1. OpenAI Ousts Three Safety Researchers for Allegedly Mishandling Sensitive Information
  2. OpenAI Firings: Essential Facts, Names and the Risk Ahead
  3. Brief independent investigation of agents' behavior, reasoning and collaboration in the OpenAI / Hugging Face hacking incident
  4. OpenAI fires three over sensitive information

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