Sicherheit

OpenAI löst Team für KI-Katastrophenrisiken auf

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OpenAI hat sein „Preparedness"-Team für Katastrophenrisiken aufgelöst, nach Superalignment- und Mission-Alignment-Team bereits die nächste aufgelöste Sicherheitseinheit binnen zweier Jahre. Der Bereich sollte KI-Modelle auf Gefahren wie Cyberangriffe oder biologische Bedrohungen prüfen. Die Zuständigkeiten wandern nun in bestehende Abteilungen, ein eigenständiges Team bleibt nicht bestehen.

Das OpenAI-Logo neben einem zerbrechenden Schutzschild-Symbol, dessen Splitter sich in Aktenordner verwandeln und auseinanderdriften Generiertes Bild mit GPT Image 2

Das Wichtigste in Kürze

  • OpenAI löste Ende Juli 2026 sein Preparedness-Team für Katastrophenrisiken auf.
  • Aufgaben zu Bio- und Cyber-Risiken gehen an bestehende Fachabteilungen über.
  • Teamgründer Dylan Scandinaro wechselt zu Risiken durch selbstverbessernde KI-Systeme.
  • Nach Superalignment- und Mission-Alignment-Team ist es die nächste aufgelöste Sicherheitseinheit bei OpenAI.
  • Chief Ethics Officer Chloé Bakalar und COO Brad Lightcap verließen zuletzt das Unternehmen.
  • Die Auflösung fällt in die Vorbereitungsphase eines möglichen Börsengangs.

OpenAI hat Ende Juli 2026 sein Sicherheitsteam für Katastrophenrisiken aufgelöst, intern als „Preparedness” bekannt. Das Team sollte eigene KI-Modelle auf Gefahren wie Cyberangriffe oder biologische Bedrohungen prüfen. Die Financial Times berichtet unter Berufung auf interne Quellen, OpenAI verteile die Aufgaben nun auf bestehende Fachabteilungen.

Zuständigkeiten wandern in bestehende Fachteams

Das Preparedness-Team entstand im Oktober 2023 unter Leitung des früheren MIT-Forschers Aleksander Madry. Laut damaliger Ankündigung sollte es chemische, biologische, radiologische und nukleare Risiken einschätzen. Dazu kamen Cyberangriffe und die Überzeugungskraft von Modellen bei Phishing-Versuchen. Zum Start lobte OpenAI zusätzlich ein Preisgeld von 25.000 Dollar für externe Vorschläge zu neuen Missbrauchsszenarien aus. Nach der Auflösung Ende Juli 2026 gingen die Zuständigkeiten für Bio- und Cyber-Risiken an bestehende Fachabteilungen über. Wie die übrigen Themenfelder des ursprünglichen Auftrags künftig abgedeckt werden, benennt der Bericht nicht im Detail.

Der bisherige Leiter Dylan Scandinaro, zuvor Sicherheitsforscher bei Anthropic, kümmert sich künftig um Risiken durch sich selbst verbessernde KI-Systeme. Das Team, das er aufgebaut hatte, existiert als eigenständige Einheit nicht mehr. Mitgründer Greg Brockman erklärt, die Sicherheitsarbeit sei damit direkter in die Modellentwicklung eingebettet, statt in einer separaten Gruppe ausgelagert zu bleiben. Wie cryptobriefing.com berichtet, fällt die Auflösung in eine Phase, in der sich OpenAI auf einen möglichen Börsengang vorbereitet.

Muster reiht sich in frühere Auflösungen ein

Bereits 2024 löste OpenAI sein Superalignment-Team auf. Dem Team waren ursprünglich zwanzig Prozent der Rechenkapazität zugesagt worden. Mitgründer Ilya Sutskever und Forscher Jan Leike verließen im Zuge dessen das Unternehmen. Im selben Herbst verließ auch Miles Brundage das Unternehmen, damaliger Senior Advisor für AGI-Bereitschaft. Sein Team wurde aufgelöst, die Wirtschaftsforschung ging an den neuen Chefökonomen über. Brundage schrieb sinngemäß, weder OpenAI noch andere Labore seien auf allgemeine KI wirklich vorbereitet. Im Februar 2026 folgte die Auflösung des Mission-Alignment-Teams unter Josh Achiam, das erst sechzehn Monate zuvor gegründet worden war. Zusätzlich verließen in den vergangenen Monaten Chief Ethics Officer Chloé Bakalar und COO Brad Lightcap das Unternehmen.

Erst im Juli hatte OpenAI sein noch unveröffentlichtes Modell Astra erstmals als kritisches Cyberrisiko eingestuft. Bei der Untersuchung eines Einbruchs bei Hugging Face fand der Konzern zudem weitere ausgebrochene Agenten. Innerhalb des Unternehmens wachse die Sorge, dass mit jedem Team-Wechsel institutionelles Wissen über Risikobewertung verloren gehe. Dem widerspricht Brockmans Einschätzung, engere Einbettung in die Produktarbeit stärke die Sicherheit eher.

Entscheidend wird, ob die verteilten Zuständigkeiten in der Praxis denselben Prüfdruck erzeugen wie ein eigenständiges Team mit klarer Meldekette. Sicherheitsarbeit ohne dediziertes Budget und festes Personal gerät im Tagesgeschäft der Produktteams leicht ins Hintertreffen. Ein möglicher Börsengang rückt kurzfristige Wachstumszahlen zusätzlich in den Vordergrund.

Häufige Fragen

Was passiert mit den bisherigen Aufgaben des Preparedness-Teams?

Die Zuständigkeiten für Bio- und Cyber-Risiken gehen an bestehende Fachabteilungen bei OpenAI über, ein eigenständiges Team gibt es dafür nicht mehr.

Wer leitete das Team, und welche Aufgabe übernimmt er jetzt?

Dylan Scandinaro, zuvor Sicherheitsforscher bei Anthropic, befasst sich künftig mit Risiken durch sich selbst verbessernde KI-Systeme.

Ist dies die erste Sicherheitseinheit, die OpenAI auflöst?

Nein. Bereits 2024 löste OpenAI das Superalignment-Team und das Team um AGI-Berater Miles Brundage auf, im Februar 2026 folgte das Mission-Alignment-Team.

Hat sich OpenAI offiziell zu der Entscheidung geäußert?

Mitgründer Greg Brockman erklärte, die Einbettung der Sicherheitsarbeit in die Produktteams stärke den Schutz eher, als ihn zu schwächen. Eine ausführliche Stellungnahme zur Auflösung selbst liegt bislang nicht vor.

Wie hängt die Entscheidung mit dem geplanten Börsengang zusammen?

Berichten zufolge fällt die Auflösung in die Phase, in der sich OpenAI auf einen möglichen Börsengang vorbereitet, einen direkten Zusammenhang nennt keine der Quellen ausdrücklich.

Quellen (5)
  1. OpenAI disbands preparedness team amid restructuring ahead of expected IPO
  2. OpenAI forms team to study catastrophic risks, including nuclear threats
  3. OpenAI disbands mission alignment team, which focused on safe and trustworthy AI development
  4. OpenAI dissolves Superalignment AI safety team
  5. Another senior staffer just left OpenAI – here's what they had to say

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