KI-Wirtschaft

Mirendil verhandelt Bewertung von 5 Milliarden Dollar

2 Min. Lesezeit

TL;DR Too Long; Didn’t read

Das KI-Start-up Mirendil verhandelt laut Bloomberg über eine Finanzierungsrunde von bis zu einer Milliarde Dollar bei einer Bewertung von fünf Milliarden Dollar. Das wäre das Fünffache der Bewertung aus der Seed-Runde von vor drei Monaten. Kleiner Perkins soll die Runde anführen, Andreessen Horowitz beteiligt sich erneut. Das junge Unternehmen ehemaliger Anthropic-Forscher baut KI-Systeme für die KI-Forschung selbst.

Eine große Roboterhand zeichnet den Bauplan einer kleineren Roboterhand, daneben wächst ein Turm aus Dollarmünzen steil nach oben. Generiertes Bild mit GPT Image 2

Das Wichtigste in Kürze

  • Kleiner Perkins soll die neue Runde anführen, Andreessen Horowitz beteiligt sich laut Bloomberg erneut.
  • Im Juni 2026 sammelte Mirendil bereits 200 Millionen Dollar ein – mit Nvidia als zusätzlichem Investor.
  • Gründer Behnam Neyshabur und Harsh Mehta arbeiteten zuvor gemeinsam bei Google und Anthropic.
  • Rund zwanzig Beschäftigte kommen von Anthropic, OpenAI, Google DeepMind und xAI.
  • Ein erstes eigenes KI-Modell soll Berichten zufolge Anfang 2027 erscheinen.
  • Mirendil richtet sich an Forschungslabore in Chemie, Biologie und Robotik, nicht an Privatnutzer.

Der KI-Nachwuchskonzern Mirendil verhandelt über eine neue Finanzierungsrunde von bis zu einer Milliarde Dollar, wie Bloomberg zuerst berichtete. Die dabei angestrebte Bewertung von fünf Milliarden Dollar wäre das Fünffache des Stands von vor drei Monaten. Kleiner Perkins soll die Runde anführen, Andreessen Horowitz sich erneut beteiligen.

Kleiner Perkins verhandelt die Anschlussrunde

Der Wagniskapitalgeber Kleiner Perkins übernehme die Führung bei den Gesprächen, während sich Andreessen Horowitz erneut an der Runde beteiligen wolle. Eine Einigung gilt als offen, die genannten Zahlen könnten sich bis zum Abschluss noch ändern. Das frische Kapital von bis zu einer Milliarde Dollar solle vor allem in die Entwicklung eigener KI-Modelle und in Trainingsläufe fließen, berichtet das Fachmedium PYMNTS unter Berufung auf Bloomberg.

Erst im Juni 2026 hatte Mirendil eine Seed-Runde über 200 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar abgeschlossen. Auch damals führten Kleiner Perkins und Andreessen Horowitz die Runde an, zusätzlich beteiligte sich der Chip-Hersteller Nvidia. Binnen eines einzigen Quartals wäre die Bewertung damit auf das Fünffache gestiegen – ein Tempo, wie es sonst nur wenige KI-Start-ups wie der Programmierassistent-Anbieter Cognition vorlegen konnten, dessen Bewertung binnen weniger Monate auf 48 Milliarden Dollar kletterte. Unabhängig bestätigt ist die neue Bewertung von fünf Milliarden Dollar bislang nicht – offizielle Stellungnahmen von Mirendil, Kleiner Perkins oder Andreessen Horowitz liegen nicht vor.

Ehemalige Anthropic-Forscher wollen Forschung selbst automatisieren

Mirendil ging im Juni 2026 aus der Stealth-Phase hervor. Geführt wird das Unternehmen von Behnam Neyshabur als Chef und Harsh Mehta als Technikchef, die zuvor gemeinsam bei Google und Anthropic an KI-Modellen arbeiteten. Rund 20 weitere Forschende und Ingenieure kamen von Anthropic, OpenAI, Google DeepMind und xAI hinzu.

Anders als Chat-Assistenten wie ChatGPT oder Claude richtet sich Mirendil nicht an Privatnutzer. Das Unternehmen entwickelt eigenen Angaben zufolge KI-Systeme, die Forschungsabläufe selbst beschleunigen sollen – etwa indem sie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Arzneimittelentwicklung, der Chemie, der Biologie oder der Robotik Werkzeuge liefern, für die sonst ein eigenes KI-Labor nötig wäre. Ein erstes eigenes Grenzmodell soll Anfang 2027 erscheinen, finanziert auch aus der aktuell verhandelten Kapitalrunde.

Offen bleibt, ob sich Kleiner Perkins und Andreessen Horowitz tatsächlich auf die Bewertung von fünf Milliarden Dollar einigen oder ob die Verhandlungen wie bei anderen KI-Start-ups noch nachjustiert werden. Der rasante Bewertungssprung binnen eines Quartals zeigt jedenfalls, dass Investoren trotz einzelner Warnungen vor überhöhten KI-Bewertungen weiter bereit sind, in Labore zu investieren, die nicht direkt mit OpenAI, Anthropic oder Google konkurrieren, sondern deren Werkzeuge liefern wollen.

Häufige Fragen

Ist die neue Finanzierungsrunde von Mirendil schon abgeschlossen?

Nein, laut Bloomberg befinden sich Mirendil und die Investoren noch in Verhandlungen. Eine offizielle Bestätigung von Mirendil, Kleiner Perkins oder Andreessen Horowitz steht bislang aus.

Was unterscheidet Mirendil von ChatGPT, Claude oder Gemini?

Mirendil baut keine Chat-Assistenten für Privatnutzer, sondern Werkzeuge, mit denen andere Forschungseinrichtungen eigene KI-Modelle entwickeln können. Zielgruppen sind Labore in der Arzneimittelentwicklung, Chemie, Biologie und Robotik.

Wer steckt hinter Mirendil?

Gegründet wurde das Unternehmen von Behnam Neyshabur und Harsh Mehta, die zuvor bei Google beziehungsweise Anthropic an KI-Modellen arbeiteten. Rund 20 weitere Forschende kamen unter anderem von OpenAI, Google DeepMind und xAI dazu.

Wann veröffentlicht Mirendil ein eigenes Modell?

Ein erstes eigenes Grenzmodell ist Berichten zufolge für Anfang 2027 geplant. Die neue Kapitalrunde soll unter anderem dessen Training finanzieren.

Wie hoch war die vorherige Bewertung von Mirendil?

Bei der Seed-Runde im Juni 2026 sammelte Mirendil 200 Millionen Dollar bei einer Bewertung von einer Milliarde Dollar ein. Die neu verhandelte Bewertung von fünf Milliarden Dollar wäre das Fünffache davon.

Quellen (3)
  1. Ex-Anthropic Staffers' Self-Improving AI Startup in Talks to Raise at $5 Billion Value
  2. Anthropic Alumni Startup Sees Valuation Jump Fivefold
  3. Former Anthropic Researchers Launch Mirendil at $1 Billion Valuation With $200M Seed Round

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