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Meta: Watermelon-Modell soll zu GPT-5.5 aufgeschlossen haben

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Fotorealistische Darstellung: Ein Tech-Manager spricht in einem Videocall auf einem Monitor; daneben ein Balkendiagramm, in dem ein „Watermelon“-Balken gleichauf mit „GPT-5.5“ liegt, davor eine Wassermelone. Generiertes Bild mit GPT Image 2
Fotorealistische Darstellung: Ein Tech-Manager spricht in einem Videocall auf einem Monitor; daneben ein Balkendiagramm, in dem ein „Watermelon“-Balken gleichauf mit „GPT-5.5“ liegt, davor eine Wassermelone.

TL;DR Too Long; Didn’t read

Laut einem Business-Insider-Bericht, der sich auf zwei anonyme Quellen beruft, hat Meta-KI-Chef Alexandr Wang Mitarbeitenden bei einem internen Town Hall gesagt, das kommende, noch im Training befindliche Modell 'Watermelon' habe auf intern verfolgten Benchmarks zu OpenAIs GPT-5.5 aufgeschlossen. Watermelon nutze laut Wang eine Größenordnung mehr Rechenleistung als der Vorgänger Avocado (Muse Spark, April 2026). Weder Meta noch OpenAI haben die Aussage öffentlich bestätigt; welche Benchmarks gemeint waren, ist unklar. Laut einem separaten Reuters-Bericht räumte CEO Mark Zuckerberg beim selben Meeting ein, dass die Entwicklung von KI-Agenten langsamer verlaufe als erwartet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Business Insider soll Meta-KI-Chef Alexandr Wang intern gesagt haben, das Modell 'Watermelon' habe auf internen Benchmarks zu OpenAIs GPT-5.5 aufgeschlossen.
  • Die Aussage stammt aus einem internen Meeting, beruht auf anonymen Quellen und wurde von Meta nicht bestätigt oder mit veröffentlichten Daten belegt.
  • Watermelon ist der Nachfolger von Avocado (Muse Spark, April 2026) und soll laut Wang eine Größenordnung mehr Rechenleistung benötigen.
  • OpenAI hat GPT-5.5 bereits im April veröffentlicht und Ende Juni eine limitierte Vorschau des Nachfolgers GPT-5.6 gezeigt.
  • Beim selben Town Hall räumte CEO Mark Zuckerberg laut Reuters ein, dass Fortschritte bei KI-Agenten langsamer verlaufen seien als erwartet und die Reorganisation samt Stellenabbau nicht sauber gelaufen sei.
  • Ohne veröffentlichte Benchmark-Daten oder unabhängige Evaluationen bleibt die Paritäts-Aussage bislang unverifiziert.

Meta bringt sich offenbar wieder stärker im Rennen um die leistungsfähigsten KI-Modelle in Position. Laut einem Bericht von Business Insider hat Alexandr Wang, Chef der Meta Superintelligence Labs, Mitarbeitenden bei einem internen Town-Hall-Meeting gesagt, das kommende Meta-Modell mit dem Codenamen „Watermelon” habe auf intern verfolgten Benchmarks zu OpenAIs GPT-5.5 aufgeschlossen.

Was Wang laut Bericht gesagt hat

Business Insider beruft sich auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach sagte Wang beim Town Hall: „Watermelon, unser nächstes Modell nach Avocado, befindet sich derzeit im Training.” „Avocado” ist laut dem Bericht der interne Codename für Muse Spark, das erste Modell aus Metas im April veröffentlichter Modellfamilie. Wang habe ergänzt, Watermelon nutze „eine Größenordnung mehr Rechenleistung als Avocado”.

Der ursprüngliche Scoop stammt vom Business-Insider-Reporter Charles Rollet, der die Aussagen zuerst auf X veröffentlichte, bevor der ausführliche Artikel bei Business Insider erschien. Laut dem Bericht ist unklar, welche konkreten Benchmarks Wang meinte. Weder Meta noch OpenAI hätten sich auf Anfrage zu der Aussage geäußert.

Einordnung: Eine einzige, anonym zitierte Quelle

Wichtig für die Einordnung: Die Aussage stammt aus einem internen Meeting und wurde nicht öffentlich von Meta bestätigt oder mit veröffentlichten Benchmark-Daten belegt. Es handelt sich um eine mit anonymen Quellen belegte Berichterstattung eines einzelnen Mediums, nicht um eine von Meta selbst kommunizierte, überprüfbare Aussage. Ohne veröffentlichte Testergebnisse, eine Modellkarte oder unabhängige Evaluationen lässt sich der Vergleich mit GPT-5.5 aktuell nicht nachprüfen.

Hinzu kommt: OpenAI hat GPT-5.5 bereits im April veröffentlicht und Ende Juni 2026 eine limitierte Vorschau des Nachfolgemodells GPT-5.6 gezeigt, das nach Berichten bislang nur ausgewählten, von der US-Regierung genehmigten Partnern zugänglich ist. Sollte sich Wangs Aussage bestätigen, hätte Meta damit möglicherweise zu einem Modell aufgeschlossen, das OpenAI intern bereits als überholt betrachtet.

Hintergrund: Muse Spark und Metas Aufholjagd

Meta hatte im April 2026 mit Muse Spark das erste größere Modell seit der Verpflichtung von Wang veröffentlicht, der zuvor Scale AI leitete. Muse Spark erzielte laut mehreren Berichten solide Benchmark-Werte, blieb aber hinter den führenden Modellen von OpenAI und Anthropic zurück. Wang leitet bei Meta inzwischen das Forschungsteam TBD sowie weitere KI-Initiativen, darunter einen jüngeren Vorstoß ins Hardware-Geschäft.

Wang äußerte sich am Tag des Town Halls auch auf X öffentlich zu einem verwandten Thema: Ein Update für Muse Spark mit „großen Verbesserungen bei Coding- und Agentic-Fähigkeiten” stehe kurz bevor und solle über Meta AI sowie eine neue API ausgerollt werden. Diese Aussage bezog sich laut mehreren Berichten auf Kommentare von Meta-CEO Mark Zuckerberg beim selben Town Hall, wonach sich die Fortschritte bei KI-Agenten in den vergangenen vier Monaten nicht wie erwartet beschleunigt hätten.

Kontext: Zuckerbergs zurückhaltender Ton

Laut einem Reuters-Bericht von Katie Paul und Courtney Rozen, der sich auf eine von Reuters eingesehene Tonaufnahme des Meetings stützt, äußerte sich Zuckerberg beim selben Town Hall deutlich zurückhaltender als Wang. Er sagte demnach, die Entwicklung von KI-Agenten habe sich in den vergangenen vier Monaten „nicht so beschleunigt, wie wir erwartet haben”, und die Wetten auf die neue Organisationsstruktur seien „noch nicht aufgegangen”. Auch die jüngste Reorganisation samt Stellenabbau sei nicht so „sauber” verlaufen, wie sie hätte sein sollen; Führungskräfte hätten das Timing der Veränderungen falsch eingeschätzt. Laut Reuters erwähnte Zuckerberg zudem, man sei zu Jahresbeginn intern noch „sehr optimistisch” bezüglich Tools wie Claude Code von Anthropic gewesen. Diese gegensätzlichen Töne innerhalb desselben Meetings – Wangs Fortschrittsmeldung zu Watermelon einerseits, Zuckerbergs Zurückhaltung zu Agenten andererseits – wurden in der Berichterstattung mehrfach hervorgehoben.

Warum die Rechenleistung der eigentliche Kern der Meldung ist

Unabhängig von der Frage, ob Watermelon tatsächlich mit GPT-5.5 gleichzieht, liefert die berichtete Aussage zur Rechenleistung ein konkretes, überprüfbares Signal: Laut Reuters plant Meta, in diesem Jahr bis zu 145 Milliarden US-Dollar in Chips, Rechenzentren und weitere KI-Infrastruktur zu investieren – ein erheblicher Teil der insgesamt mehr als 700 Milliarden US-Dollar, die die großen Tech-Konzerne laut dem Bericht in diesem Jahr branchenweit in KI stecken. Eine Modell-Generation, die laut Wang „eine Größenordnung” mehr Rechenleistung benötigt als der Vorgänger, passt zu dieser aggressiven Skalierungsstrategie.

Fazit

Die Aussage, Watermelon habe zu GPT-5.5 aufgeschlossen, ist bislang eine einzelne, anonym belegte Aussage aus einem internen Meeting – kein veröffentlichtes Benchmark-Ergebnis und keine von Meta bestätigte Angabe. Sie fügt sich jedoch in ein größeres Bild: Meta skaliert Trainingsrechenleistung weiter aggressiv hoch, während CEO Zuckerberg im selben Meeting einräumt, dass die Fortschritte bei KI-Agenten hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben. Ob sich die Benchmark-Parität bestätigt, dürfte sich erst zeigen, wenn Meta Watermelon tatsächlich veröffentlicht und belastbare, unabhängig nachprüfbare Ergebnisse vorlegt.

Häufige Fragen

Was genau hat Alexandr Wang laut Berichten gesagt?

Laut einem Bericht von Business Insider, der sich auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen beruft, sagte Wang bei einem internen Town-Hall-Meeting, das Modell habe auf intern verfolgten Benchmarks zu GPT-5.5 aufgeschlossen.

Wie verlässlich ist die Aussage, Watermelon habe zu GPT-5.5 aufgeschlossen?

Es handelt sich um eine einzelne, anonym belegte Medienaussage aus einem internen Meeting, nicht um eine von Meta bestätigte oder mit veröffentlichten Benchmark-Daten belegte Angabe. Welche konkreten Benchmarks gemeint waren, ist unbekannt.

Was ist Avocado beziehungsweise Muse Spark?

Watermelon ist laut Wang der Nachfolger von Avocado, dem internen Codenamen für Muse Spark, das erste im April 2026 veröffentlichte Modell aus Metas neuer Modellfamilie unter Wangs Leitung.

Wie viel Rechenleistung soll Watermelon nutzen?

Laut Wang nutzt Watermelon eine Größenordnung mehr Rechenleistung als sein Vorgänger Avocado (Muse Spark). Das passt zu Metas für 2026 angekündigten Infrastruktur-Investitionen von bis zu 145 Milliarden US-Dollar.

Was sagte Mark Zuckerberg beim selben Town Hall?

Laut einem Reuters-Bericht, der sich auf eine eingesehene Tonaufnahme stützt, sagte Zuckerberg beim selben Meeting, die Entwicklung von KI-Agenten habe sich zuletzt nicht wie erwartet beschleunigt und die jüngste Reorganisation samt Stellenabbau sei nicht so sauber verlaufen, wie sie hätte sein sollen.

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