KI-Wirtschaft

OpenAI entwickelt beweglichen KI-Lautsprecher ohne Bildschirm

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TL;DR Too Long; Didn’t read

OpenAI baut laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg seinen ersten eigenen Lautsprecher – ohne Bildschirm, aber mit Kamera, Sensoren und beweglichen Teilen. Das Gerät ist eines von rund fünf Hardware-Projekten des Unternehmens und soll als ständiger KI-Begleiter im Zuhause dienen. Zum Zeitpunkt der Offenlegung im Juli nannte der Bericht keinen Starttermin – ein Update vom 8. August ergänzt Donut-Form, Preisspanne und Zieljahr 2027.

Ein schlanker, beweglicher Lautsprecher ohne Bildschirm mit Kamera und Sensorring steht beleuchtet auf einem Wohnzimmertisch – Symbolbild für OpenAIs geplanten Hardware-Lautsprecher. Generiertes Bild mit GPT Image 2

Das Wichtigste in Kürze

  • Bloomberg berichtet über OpenAIs erstes Hardware-Produkt: einen beweglichen KI-Lautsprecher ohne Display.
  • Kamera und mehrere Sensoren sollen die Umgebung erfassen und Kontext liefern.
  • Ex-Apple-Designer Jony Ive und sein 2025 übernommenes Studio io sind an der Entwicklung beteiligt.
  • Apple verklagt OpenAI parallel wegen mutmaßlichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen bei der Hardware-Entwicklung.
  • OpenAI weist die Vorwürfe zurück und sieht dafür bislang keine Beweise.
  • Ein Update vom 8. August 2026 nennt erstmals Donut-Form, Preisspanne und Zieljahr 2027.

Nachtrag vom 8. August 2026: Ein neuer Bloomberg-Bericht nennt inzwischen Form, Preisspanne und Zeitplan des Geräts – mehr dazu im Update: OpenAI plant Lautsprecher in Donut-Form für über 300 Dollar.

OpenAI entwickelt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg sein erstes eigenes Hardware-Produkt: einen beweglichen Lautsprecher ohne Bildschirm, der als ständiger KI-Begleiter im Haushalt dienen soll. Das Gerät ist eines von rund fünf Hardware-Projekten, an denen OpenAI gemeinsam mit dem 2025 übernommenen Designstudio io von Jony Ive arbeitet.

Lautsprecher kombiniert Kamera, Sensoren und bewegliche Mechanik

Das Gerät kommt ohne Bildschirm aus, verfügt aber über eine Kamera und mehrere Sensoren, die die Umgebung erfassen sollen. Mechanische Elemente ermöglichen eigenständige Bewegungen, wodurch der Lautsprecher lebendiger wirken soll als klassische Smart-Speaker. Ein Akku erlaubt laut TechCrunch den Betrieb ohne Kabel. Das Gerät lässt sich so zwischen Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer mitnehmen oder dauerhaft angeschlossen betreiben. Die verbauten KI-Modelle sollen leistungsfähiger sein als jene in herkömmlichen Smart-Speakern von Amazon oder Google.

OpenAI positioniert den Lautsprecher intern als physische Verkörperung von ChatGPT mit eigener Persönlichkeit. Das Produkt soll sich über Zeit an seine Besitzer anpassen, lernt demnach deren Gewohnheiten und erhält Zugriff auf digitale Dienste wie E-Mails. An der Entwicklung arbeiten laut Bloomberg auch zahlreiche frühere Apple-Ingenieure mit, die zuvor an iPhone und Mac beteiligt waren. Jony Ive kam im Mai 2025 durch die Übernahme seines Studios io zu OpenAI und leitet seither die Hardware-Sparte des Unternehmens mit. Kamera und Dauerzugriff auf persönliche Daten dürften dabei auch Fragen zum Datenschutz aufwerfen.

Apple wirft OpenAI Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor

Die Hardware-Pläne fallen in eine Phase juristischer Auseinandersetzung mit Apple. Der Konzern reichte am zehnten Juli 2026 vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien Klage gegen OpenAI ein. Er wirft dem Unternehmen sowie zwei früheren Apple-Mitarbeitern den Diebstahl vertraulicher Informationen zu unveröffentlichten Produkten vor. Namentlich genannt werden OpenAIs Hardware-Chef Tang Tan, ein 24 Jahre lang bei Apple beschäftigter früherer Produktdesign-Verantwortlicher für iPhone und Apple Watch, sowie der frühere Apple-Systemingenieur Chang Liu. Tan habe demnach interne Apple-Codenamen im Recruiting verwendet und Bewerber gebeten, Apple-Bauteile zu Gesprächen mitzubringen. Liu soll ein Apple-Laptop behalten und vertrauliche technische Dokumente heruntergeladen haben.

OpenAIs Kommunikationsdirektor Drew Pusateri reagierte noch am selben Tag auf X: Man habe kein Interesse an fremden Geschäftsgeheimnissen und konzentriere sich auf die Entwicklung eigener Technologie. Wenige Tage später erklärte OpenAI zusätzlich, es lägen keine Belege vor, die Apples Vorwürfe stützten. Dem Bloomberg-Bericht zufolge weiche das geplante Lautsprecher-Gerät deutlich von Apples aktuellen Produkten ab, weshalb eine Verletzung von Geschäftsgeheimnissen unwahrscheinlich sei.

Weitere Hardware-Geräte sollen folgen

Der Lautsprecher ist nach Bloomberg-Angaben nur eines von mehreren Geräten, die OpenAI parallel entwickelt. OpenAI hatte io im Jahr 2025 für rund 6,5 Milliarden Dollar übernommen, um sich Hardware-Expertise ins Haus zu holen. Langfristig soll ein mobiles KI-Gerät entstehen, das Smartphones ersetzen könnte. Zudem habe das Unternehmen bereits Wearables in Form von Anhängern sowie Ansätze für Heimrobotik geprüft. Ein früherer Rechtsstreit um die Marke iyO habe zudem festgelegt, dass das aktuelle Gerät weder als Wearable noch als Im-Ohr-Produkt gelten dürfe. Diese Abgrenzung gewinnt angesichts der Apple-Klage zusätzlich an Bedeutung.

Zeitplan und Preis des Lautsprechers nannte zum Zeitpunkt der Offenlegung keine der Quellen. OpenAI äußerte sich damals nicht offiziell zu den Produktdetails. Die Angaben stammten ausschließlich aus Bloombergs Bericht, der sich auf mit der Sache vertraute Personen beruft und unabhängig nicht verifiziert ist. Eine offizielle Vorstellung des Geräts durch OpenAI selbst stand damit weiterhin aus, ebenso eine Stellungnahme des Unternehmens zu den technischen Details.

Entscheidend wird, ob OpenAI das Gerät tatsächlich auf den Markt bringt, während Apples Klage im Hintergrund weiterläuft und im Beweisverfahren auch auf interne Hardware-Dokumente zielen dürfte. Offen bleibt zudem, wie sich ein KI-Lautsprecher mit Zugriff auf E-Mails und Alltagsgewohnheiten von etablierten Anbietern wie Amazon oder Google abheben will, ohne neue Datenschutzbedenken auszulösen.

Häufige Fragen

Wann kommt der KI-Lautsprecher von OpenAI auf den Markt?

Zum Zeitpunkt der Offenlegung im Juli 2026 nannte OpenAI keinen Starttermin. Ein Bloomberg-Bericht vom 8. August 2026 nennt inzwischen 2027 als Zieljahr für den Marktstart.

Was kostet das Gerät?

Zum Zeitpunkt der Offenlegung im Juli 2026 lagen keine Preisangaben vor. Ein Update vom 8. August nennt eine Preisspanne von 300 bis 400 Dollar, eine offizielle Bestätigung steht weiter aus.

Was unterscheidet den Lautsprecher von Amazon Echo oder Google Nest?

Laut Bloomberg soll er sich durch Kamera, Sensoren, bewegliche Mechanik und eine engere ChatGPT-Anbindung von klassischen Smart-Speakern abheben.

Welche Rolle spielt Jony Ive bei der Entwicklung?

Der frühere Apple-Design-Chef kam 2025 über die rund 6,5 Milliarden Dollar teure Übernahme seines Studios io zu OpenAI und leitet dort die Hardware-Entwicklung mit.

Wie hängt das Projekt mit der Apple-Klage zusammen?

Apple wirft OpenAI vor, für Hardware-Projekte gestohlene Geschäftsgeheimnisse genutzt zu haben. OpenAI weist das zurück und beantragte am 6. August 2026 die Abweisung der Klage.

Quellen (6)
  1. Bloomberg: OpenAI's First Device Will Be Movable, Screenless Speaker Built as AI Companion
  2. TechCrunch: OpenAI's first hardware device is reportedly a screenless speaker that can move
  3. 9to5Mac: OpenAI's first device will be a portable speaker with a camera and other sensors
  4. TechCrunch: Apple sues OpenAI over alleged trade secret theft
  5. Drew Pusateri (OpenAI) auf X: Stellungnahme zur Apple-Klage
  6. 9to5Mac: OpenAI says it has seen no evidence supporting Apple's trade secret theft claims

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