KI-Praxis

Google Docs: Gemini schreibt jetzt in 11 weiteren Sprachen

3 Min. Lesezeit
Ein Dokument-Symbol mit aufgeklebtem Google-Docs-Logo, umgeben von Sprechblasen mit kyrillischer, türkischer, polnischer und arabischer Schrift, darüber ein Gemini-Stern-Sticker mit einem Stift Generiertes Bild mit GPT Image 2
Ein Dokument-Symbol mit aufgeklebtem Google-Docs-Logo, umgeben von Sprechblasen mit kyrillischer, türkischer, polnischer und arabischer Schrift, darüber ein Gemini-Stern-Sticker mit einem Stift

TL;DR Too Long; Didn’t read

Google hat die KI-Schreibhilfe Gemini in Google Docs um elf weitere Sprachen erweitert, darunter Polnisch, Schwedisch und Türkisch. Wer im Job mit ausländischen Kundinnen oder Lieferanten schreibt, spart sich damit ein separates Übersetzungsprogramm. Der Rollout läuft seit 1. August 2026 schrittweise und setzt ein kostenpflichtiges Google-Abo voraus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google Docs unterstützt die KI-Schreibhilfe Gemini jetzt in 19 statt bisher acht Sprachen.
  • Neu dabei sind unter anderem Polnisch, Türkisch, Schwedisch, Tschechisch und Mandarin.
  • Der Rollout begann am 1. August 2026 und kann bis zu zwei Wochen dauern.
  • Nötig ist ein kostenpflichtiges Google-Workspace- oder Google-AI-Pro/Ultra-Abo, Gratis-Konten bleiben außen vor.
  • Die Funktion erstellt direkt formatierte Textentwürfe, statt nur vorhandenen Text zu übersetzen.
  • Deutsch war schon vorher unterstützt, profitieren vor allem Beschäftigte mit fremdsprachiger Korrespondenz.

Google erweitert die KI-Schreibhilfe Gemini in Google Docs um elf weitere Sprachen, darunter Polnisch, Türkisch, Schwedisch und Tschechisch. Der Rollout für reguläre Firmenkonten begann am 1. August 2026 und kann bis zu zwei Wochen dauern, bis die Funktion überall sichtbar ist. Vorausgesetzt ist ein kostenpflichtiges Google-Workspace- oder Google-AI-Abo; kostenlose private Konten bleiben außen vor.

Gemini schreibt jetzt auch auf Polnisch und Schwedisch

Wie Google im offiziellen Workspace-Blog ankündigt, wächst die Zahl der unterstützten Sprachen für die KI-Schreibhilfe Gemini in Google Docs von acht auf 19. Bislang deckte die Funktion Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Französisch, Koreanisch, Deutsch und Italienisch ab. Neu hinzu kommen Mandarin, Niederländisch, Malaiisch, Hebräisch, Polnisch, Türkisch, Tschechisch, Indonesisch, Schwedisch, Dänisch und Norwegisch.

Zwei Werkzeuge profitieren von der Erweiterung. „Hilf mir schreiben” formuliert markierte Textstellen auf Zuruf um und passt Ton oder Länge an – Vorschläge bleiben privat, bis sie übernommen werden. „Hilf mir erstellen” geht weiter: Aus einer kurzen Beschreibung entsteht ein fertig formatierter erster Entwurf, für den die KI bei Bedarf Informationen aus Drive, Gmail, Chat oder dem Web einbezieht. Ergänzend hält „Einheitlicher Schreibstil” den Tonfall über mehrere Autorinnen und Autoren hinweg konsistent, während „Format übernehmen” Aufbau und Formatierung einer Vorlage automatisch spiegelt. Erst Ende Juli hatte Google die Schreibhilfe in Docs um KI-generierte Diagramme und Bilder erweitert.

Weniger Kopieren zwischen Docs und Übersetzungsprogramm

Für den Büroalltag ändert sich vor allem eines: Wer bislang einen fremdsprachigen Geschäftsbrief erst auf Deutsch entworfen und dann in ein separates Übersetzungsprogramm kopiert hat, kann diesen Umweg jetzt teilweise überspringen. Eine Sachbearbeiterin im Einkauf, die eine Anfrage an einen polnischen Zulieferer schreiben muss, tippt eine kurze Stichpunktliste in das Prompt-Feld von „Hilf mir erstellen” und erhält direkt einen formulierten, formatierten Entwurf auf Polnisch – statt Text und Anrede mühsam hin- und herzukopieren.

So lässt sich die Funktion in einem bestehenden Dokument nutzen:

  1. Google Docs öffnen und ein neues oder vorhandenes Dokument aufrufen.
  2. Über das Symbol am linken Rand oder das Menü „Einfügen” den Punkt „Hilf mir schreiben” beziehungsweise „Hilf mir erstellen” öffnen.
  3. Anweisung oder Stichpunkte in der gewünschten Sprache eingeben, etwa auf Schwedisch oder Türkisch.
  4. Vorschlag prüfen und mit einem Klick übernehmen oder weiter anpassen.
  5. Bei fehlender Sichtbarkeit unter den Kontoeinstellungen die „intelligenten Workspace-Funktionen” aktivieren und bis zu zwei Wochen abwarten.

Firmenabo nötig, Rollout dauert bis zu zwei Wochen

Die Erweiterung ist an ein kostenpflichtiges Konto gebunden: Zugang haben laut Google Nutzerinnen und Nutzer mit Google Workspace Business Standard oder Plus, Enterprise Standard oder Plus, Education Plus sowie Privatkonten mit Google AI Pro oder Ultra. Kostenlose private Google-Konten bleiben außen vor. Für schnellere Firmendomains (Rapid Release) startete der Rollout bereits am 15. Juli 2026, für die meisten Unternehmenskonten (Scheduled Release) läuft er seit dem 1. August 2026 und kann laut Google bis zu 15 Tage dauern. Wer die Funktion ausprobieren möchte, findet sie im Browser unter docs.google.com; die offizielle Sprachübersicht von Google zeigte zum Start allerdings noch nicht alle elf neuen Sprachen an – ein Beleg für den gestaffelten Rollout.

Entscheidend wird, ob Google die zugesagten 15 Tage einhält oder sich die Freischaltung wie bei früheren Workspace-Updates verzögert. Offen bleibt auch, wie zuverlässig die Textqualität in den neu hinzugekommenen Sprachen tatsächlich ist – dazu nennt Google keine Kennzahlen. Wer Kunden- oder Vertragsdaten in die Prompts eingibt, sollte vorab prüfen, ob die internen Richtlinien des Arbeitgebers das erlauben.

Häufige Fragen

Was kostet die neue Sprachfunktion in Google Docs?

Ein separates Entgelt fällt nicht an: Die Funktion ist in kostenpflichtigen Google-Workspace-Tarifen ab Business Standard sowie in Google-AI-Pro- und -Ultra-Abos enthalten.

Brauche ich ein Abo oder ein Konto?

Ja, ein kostenloses privates Google-Konto reicht nicht aus. Nötig ist mindestens ein bezahlter Workspace- oder Google-AI-Tarif mit aktivierten intelligenten Funktionen.

Ist die Funktion auf Deutsch beziehungsweise in der EU verfügbar?

Deutsch gehörte schon vorher zu den unterstützten Sprachen. Die elf neuen Sprachen kommen als Ergänzung hinzu und werden auch in der EU schrittweise freigeschaltet.

Darf ich Firmen- oder Kundendaten in die Prompts eingeben?

Das hängt von den internen Vorgaben des Arbeitgebers ab. Bei sensiblen Vertrags- oder Kundendaten lohnt vorher eine Rückfrage bei der IT- oder Datenschutzabteilung.

Wie unterscheidet sich das von DeepL oder Google Übersetzer?

Ein reines Übersetzungstool überträgt fertigen Text in eine andere Sprache. Gemini in Docs erstellt dagegen direkt einen formatierten Entwurf aus Stichpunkten oder einer kurzen Anweisung.


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