KI-Praxis

ChatGPT plant jetzt bis zu drei Aufgaben im Gratis-Konto

3 Min. Lesezeit

TL;DR Too Long; Didn’t read

ChatGPT plant seit dem 25. August 2026 auch für Nutzerinnen und Nutzer ohne Abo wiederkehrende Aufgaben und Erinnerungen – bislang war das kostenpflichtigen Tarifen vorbehalten. Bis zu drei Aufgaben laufen gleichzeitig, etwa eine tägliche Zusammenfassung oder ein wöchentlicher Hinweis auf eine Frist. Wer mehr braucht oder Aufgaben durch neue E-Mails auslösen möchte, benötigt weiterhin ein bezahltes Konto.

Ein Schreibtischkalender mit mehreren angehefteten To-do-Zetteln, einer davon gerade abgehakt, daneben ein tickender Wecker und ein aufgeklebter ChatGPT-Logo-Sticker. Generiertes Bild mit GPT Image 2

Das Wichtigste in Kürze

  • ChatGPT-Gratiskonten erhalten seit dem 25. August 2026 eine eigene Aufgabenplanung ganz ohne Zusatzkosten.
  • Bis zu drei wiederkehrende oder einmalige Aufgaben lassen sich gleichzeitig aktiv halten.
  • Bezahlte Tarife wie Plus, Business oder Pro erlauben deutlich mehr Aufgaben und exakte Uhrzeiten.
  • Nur zahlende Kundschaft kann Aufgaben automatisch durch neue E-Mails, Slack-Nachrichten oder GitHub-Ereignisse auslösen lassen.
  • Die Funktion steckt im neuen Aufgaben-Bereich der Seitenleiste, erreichbar am Computer und in der App.
  • Gratis-Aufgaben laufen höchstens einmal täglich, ein fester Liefer-Zeitpunkt ist nicht garantiert.

OpenAI öffnet die Aufgabenplanung von ChatGPT seit dem 25. August 2026 auch für kostenlose Konten: Bis zu drei wiederkehrende Erinnerungen oder einmalige Aufgaben lassen sich ganz ohne Abo einrichten. Bislang war die Funktion allein zahlenden Kundinnen und Kunden vorbehalten. Wer täglich Fristen, Berichte oder eingehende Post im Blick behalten muss, spart sich damit manuelle Kalendereinträge.

ChatGPT übernimmt jetzt auch im Gratis-Konto die Terminplanung

Die neue Funktion trägt bei OpenAI den Namen „Aufgaben” und funktioniert wie ein Wecker mit Gedächtnis: Wer ChatGPT einmal beschreibt, was zu welchem Zeitpunkt passieren soll, erledigt die KI das von da an selbstständig. Ein eigener Bereich in der Seitenleiste zeigt alle aktiven Aufgaben, ihre nächste Ausführung sowie eine Pause-, Bearbeiten- und Löschfunktion.

Im kostenlosen Konto sind bis zu drei solcher Aufgaben gleichzeitig aktiv, entweder als einmalige Erledigung oder als Wiederholung höchstens einmal am Tag. Bezahlte Tarife erlauben deutlich mehr: Der Einstiegstarif Go kommt ebenfalls auf drei Aufgaben, Plus auf fünf, Business und Edu auf zehn, Pro und Enterprise auf fünfzehn gleichzeitig laufende Aufgaben. Nur zahlende Kundschaft kann zudem festlegen, dass eine Aufgabe nicht nur zu einer Uhrzeit, sondern durch ein Ereignis ausgelöst wird – etwa eine neue E-Mail in Gmail, eine Nachricht in Slack oder eine Änderung in einem GitHub-Projekt. Im Gratis-Konto bleibt es bei reiner Zeitsteuerung.

So richten Büro-Angestellte eine erste Aufgabe ein

Ein Beispiel aus dem Tagesgeschäft zeigt den Nutzen: Eine Assistenz möchte jeden Montagmorgen eine kurze Übersicht offener Kundenanfragen aus dem Postfach erhalten, ohne selbst daran zu denken. Statt eines eigenen Kalendereintrags reicht eine einmalige Anweisung an ChatGPT, die von da an automatisch wiederkehrt.

  1. ChatGPT öffnen und im Eingabefeld das Werkzeug-Symbol oder den Menüpunkt „Aufgabe planen” auswählen.
  2. In eigenen Worten beschreiben, was erledigt werden soll, etwa eine Zusammenfassung, eine Erinnerung oder eine Recherche.
  3. Zeitpunkt und Wiederholung festlegen, zum Beispiel „jeden Montag um neun Uhr”.
  4. Vorschlag von ChatGPT prüfen und bestätigen.
  5. Aktive Aufgaben jederzeit im Aufgaben-Bereich der Seitenleiste ansehen, pausieren oder löschen.

Eine feste Uhrzeit garantiert das Gratis-Konto allerdings nicht: ChatGPT liefert Ergebnisse dort eher in einem Zeitfenster wie „morgens” oder „abends”, während bezahlte Tarife eine exakte Minute einhalten. Wer ohnehin schon das im August angehobene Nachrichtenlimit im Gratis-Konto nutzt, bekommt mit der Aufgabenplanung ein zweites kostenloses Werkzeug für den Büroalltag dazu.

Kosten, Verfügbarkeit und Grenzen der neuen Funktion

Die Aufgabenplanung kostet im Gratis-Konto nichts zusätzlich und lässt sich sowohl im Browser unter chatgpt.com als auch in den Apps für Handy und Computer nutzen. Genutzt werden kann sie mit demselben Konto, mit dem auch normale Unterhaltungen mit ChatGPT geführt werden – eine gesonderte Anmeldung ist nicht nötig.

Der Rollout begann laut übereinstimmenden Berichten am 25. August 2026 und lief zunächst schrittweise an; wer die Funktion noch nicht sieht, dürfte sie in den kommenden Tagen erhalten. Eine Einschränkung speziell für Deutschland oder die Europäische Union nennt keiner der ausgewerteten Berichte, unabhängig verifiziert ist das allerdings nicht. Wer mehr als drei gleichzeitige Aufgaben braucht, häufigere Wiederholungen als einmal täglich möchte oder Aufgaben durch externe Dienste auslösen will, kommt weiterhin an einem bezahlten Tarif ab dem Einstiegsabo Plus nicht vorbei. Für einfache Erinnerungen und wiederkehrende Kurz-Recherchen reicht die kostenlose Version im Arbeitsalltag jedoch bereits aus.

Entscheidend wird, ob OpenAI die Zuverlässigkeit der zeitgesteuerten Aufgaben hochhält, sobald deutlich mehr Menschen die Gratis-Funktion nutzen – frühere Testphasen zeigten gelegentlich verspätete oder ausgefallene Benachrichtigungen. Offen bleibt zudem, ob OpenAI die Funktion in der EU unverändert lässt oder wie schon bei anderen Neuerungen zunächst Anpassungen für die hiesige Datenschutzaufsicht nachreicht. Wer dienstliche Aufgaben plant, sollte darin ohnehin keine internen Kundendaten oder Vertragsdetails nennen, ohne vorher die eigene IT-Abteilung zu fragen.

Häufige Fragen

Was kostet die neue Aufgabenfunktion in ChatGPT?

Nichts – Nutzerinnen und Nutzer mit kostenlosem ChatGPT-Konto können bis zu drei Aufgaben gleichzeitig planen, ganz ohne Abo.

Brauche ich ein Konto, um Aufgaben zu planen?

Ja, ein kostenloses ChatGPT-Konto reicht aus; ganz ohne Anmeldung lässt sich die Funktion nicht nutzen.

Ist die Funktion auch in Deutschland und der EU verfügbar?

Die ausgewerteten Berichte zum Rollout nennen keine Einschränkung für Deutschland oder die EU; eine eigene Ankündigung dazu hat OpenAI bislang nicht veröffentlicht.

Darf ich Firmen- oder Kundendaten in geplante Aufgaben eintragen?

Wie bei jeder Chat-Eingabe gilt: Vertrauliche Kundendaten gehören ohne Freigabe der eigenen IT-Abteilung nicht in eine öffentliche KI-Anwendung.

Wie unterscheidet sich die Gratis-Version von bezahlten Tarifen?

Bezahlte Tarife erlauben mehr gleichzeitige Aufgaben, exakte Uhrzeiten und das automatische Auslösen durch neue E-Mails oder Slack-Nachrichten.

Quellen (4)
  1. OpenAI: ChatGPT Release Notes
  2. OpenAI Help Center: Scheduled Tasks in ChatGPT
  3. Engadget: Free accounts can now access ChatGPT's upgraded task scheduling tool
  4. Android Authority: ChatGPT now lets you schedule tasks, but there's a major catch

Dein KI-Update für die Arbeitswoche

Einmal pro Woche das Wichtigste aus der KI-Welt – plus ein Praxis-Tipp zum direkt Ausprobieren. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

← Zurück zum Blog