KI-Politik

Apple Intelligence erhält China-Zulassung mit Alibabas Qwen

2 Min. Lesezeit
Ein iPhone mit dem Apple-Intelligence-Symbol vor den Firmenlogos von Alibaba und Baidu sowie einer chinesischen Flagge Generiertes Bild mit GPT Image 2
Ein iPhone mit dem Apple-Intelligence-Symbol vor den Firmenlogos von Alibaba und Baidu sowie einer chinesischen Flagge

TL;DR Too Long; Didn’t read

China erteilt Apple Intelligence am 15. Juli 2026 die Zulassung fürs iPhone. Der Internetregulierer vergab die Lizenz zusammen mit sechs weiteren KI-Diensten, Apple bleibt neben Samsung der einzige ausländische Anbieter. Alibaba und Baidu stellen die Technik hinter dem chinesischen Apple-Assistenten. Ein Starttermin steht noch aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Chinas Cyberspace-Verwaltung erteilte die Lizenz am 15. Juli 2026, nach rund zwei Jahren Wartezeit.
  • Alibabas Qwen-Modell übernimmt Text- und Bilderzeugung für iOS, iPadOS, macOS und visionOS.
  • Baidu bestätigte ebenfalls eine technische Partnerschaft mit Apple für chinesische Nutzer.
  • Samsungs Galaxy AI war der einzige weitere ausländische Dienst unter sieben genehmigten Angeboten.
  • Die Freigabe gilt bislang ausschließlich für iPhones, nicht für iPad oder Mac.
  • Tencent und ByteDance äußerten sich bislang nicht offiziell zu einer möglichen Kooperation mit Apple.

Apple Intelligence darf künftig auf iPhones in China laufen: Die Cyberspace-Verwaltung genehmigte den KI-Dienst am 15. Juli 2026 nach rund zwei Jahren Wartezeit. Chinas Regulierer erteilte zeitgleich sechs weitere Lizenzen für KI-Assistenten auf Smartphones. Als technische Partner für den chinesischen Markt fungieren Alibabas Sprachmodell Qwen und der Suchkonzern Baidu.

Regulierer genehmigt sieben KI-Dienste an einem Tag

Die chinesische Cyberspace-Verwaltung vergab die Lizenz für Apple Intelligence zusammen mit sechs weiteren KI-Diensten für Smartphones, wie die South China Morning Post berichtet. Unter den sieben genehmigten Angeboten war neben Apple Intelligence nur Samsungs Galaxy AI ein ausländischer Dienst. Die übrigen fünf Lizenzen gingen an chinesische Anbieter. Apple hatte seinen KI-Assistenten bereits 2024 vorgestellt, durfte ihn in China aber zwei Jahre lang nicht anbieten. Ausländische generative KI-Dienste benötigen dort seit den chinesischen KI-Regeln von 2023 eine eigene Zulassung. Chinesische Behörden verlangen zudem, dass die zugrunde liegenden Sprachmodelle und die Verarbeitung sensibler Nutzerdaten im Land selbst liegen – ein Grund für die lange Verzögerung. Apple Intelligence verarbeitet aufwendigere Anfragen normalerweise über Apples eigene Cloud-Infrastruktur namens Private Cloud Compute. In China übernehmen stattdessen die Rechenzentren und Modelle von Alibaba und Baidu diesen Teil. Die Genehmigung gilt ausdrücklich nur für iPhones. Ob iPad und Mac in China ebenfalls grünes Licht erhalten, ließ die Behörde offen.

Alibaba und Baidu übernehmen die China-Technik

Ein Alibaba-Sprecher erklärte gegenüber der South China Morning Post, das Qwen-Modell werde in Apple Intelligence integriert und liefere Text- sowie Bilderzeugung für iOS, iPadOS, macOS und visionOS in China. Details zur genauen Umsetzung oder zu einem Starttermin nannte das Unternehmen nicht. Ein Baidu-Sprecher bestätigte gegenüber TechCrunch, das Unternehmen arbeite ebenfalls mit Apple an KI-Funktionen für chinesische Nutzer, ohne technische Einzelheiten zu nennen. Die Bestätigung ergänzte TechCrunch nachträglich zur ursprünglichen Meldung vom Vortag. Damit setzt Apple in China erstmals auf zwei einheimische KI-Partner gleichzeitig, statt wie in den meisten anderen Märkten auf eigene Modelle zu setzen. Chinesische Nutzer greifen bislang vor allem auf einheimische Assistenten wie Baidus Ernie Bot oder ByteDances Doubao zurück, mit denen Apple Intelligence künftig konkurrieren muss. Tencent und ByteDance sollen ebenfalls im Gespräch gewesen sein, offizielle Bestätigungen beider Unternehmen stehen bislang aber aus. Für Alibaba ist die Integration zugleich ein prominenter Beleg dafür, dass Qwen auch außerhalb chinesischer Eigenprodukte zum Einsatz kommt.

Offen bleibt, ob China die Freigabe auf iPad und Mac ausweitet und ob Tencent oder ByteDance als weitere Partner hinzukommen. Entscheidend wird zudem, wie schnell Apple die China-Version von Apple Intelligence tatsächlich ausliefert – ein konkretes Startdatum hat das Unternehmen bislang nicht genannt.

Häufige Fragen

Wann startet Apple Intelligence für Nutzer in China?

Apple hat noch keinen konkreten Starttermin genannt. Die Zulassung vom 15. Juli 2026 ist lediglich die regulatorische Voraussetzung für einen späteren Marktstart.

Welche Aufgaben übernimmt Alibabas Qwen-Modell in Apple Intelligence?

Laut Alibaba deckt Qwen Text- und Bilderzeugung innerhalb von Apple Intelligence auf iOS, iPadOS, macOS und visionOS ab. Weitere technische Details nannte das Unternehmen nicht.

Gilt die neue Zulassung auch für iPad und Mac?

Nein. Die Lizenz vom 15. Juli 2026 bezieht sich ausdrücklich nur auf iPhones. Eine Ausweitung auf andere Apple-Geräte ist bislang nicht bestätigt.

Welche weiteren Unternehmen erhielten am selben Tag eine Lizenz?

Chinas Regulierer genehmigte insgesamt sieben KI-Dienste für Smartphones. Neben Apple Intelligence war nur Samsungs Galaxy AI ein ausländisches Angebot, die übrigen Lizenzen gingen an chinesische Anbieter.

Warum kann Apple in China nicht einfach sein eigenes KI-System nutzen?

China verlangt von ausländischen KI-Diensten, dass Modelle und die Verarbeitung sensibler Nutzerdaten im Land bleiben. Deshalb übernehmen Alibaba und Baidu diesen Teil anstelle von Apples eigener Cloud-Infrastruktur.

Quellen

  1. China approves Apple Intelligence for iPhones, with Alibaba, Baidu emerging as partners
  2. Apple Intelligence approved for launch in China with Alibaba and Baidu

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