KI-Wirtschaft

Bunkerhill Health sammelt 55 Millionen Dollar für Klinik-KI

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Ärztin und Datenteam blicken in einem US-Krankenhausflur gemeinsam auf ein KI-Dashboard mit Patienten-Warteschlangen und Bildbefunden Generiertes Bild mit GPT Image 2
Ärztin und Datenteam blicken in einem US-Krankenhausflur gemeinsam auf ein KI-Dashboard mit Patienten-Warteschlangen und Bildbefunden

TL;DR Too Long; Didn’t read

Bunkerhill Health hat seine Gesamtfinanzierung durch eine neue Serie-B-Runde unter Führung von Khosla Ventures auf 55 Millionen Dollar erhöht. Die Plattform Carebricks lässt Kliniken eigene KI-Agenten für klinische und administrative Aufgaben betreiben. Mehr als fünfzehn US-Gesundheitssysteme setzen die Software bereits ein, darunter Cleveland Clinic und Intermountain Health.

Das Wichtigste in Kürze

  • Khosla Ventures führt die Finanzierungsrunde an, Sequoia Capital, Felicis, Optum Ventures und Y Combinator investieren erneut.
  • Die Software läuft bei mindestens fünfzehn Gesundheitssystemen, unter anderem bei Cleveland Clinic, Mayo Clinic und UTMB Health.
  • Ein Nephrologie-Agent senkte die Wartezeit auf Facharzttermine laut Unternehmensangaben um mehr als die Hälfte.
  • Neun Algorithmen der Plattform verfügen bereits über eine Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA.
  • Bunkerhill wurde 2019 von den Stanford-Absolventen Nishith Khandwala und David Eng gegründet.

Das US-Start-up Bunkerhill Health hat in einer Serie-B-Runde unter Führung von Khosla Ventures zusätzliches Kapital eingesammelt und die Gesamtfinanzierung auf 55 Millionen Dollar erhöht. Die Plattform Carebricks ermöglicht es Krankenhäusern, eigene KI-Agenten für klinische und administrative Abläufe zu entwickeln und zu betreiben. Mit dem Geld baut das Unternehmen die Software bei weiteren US-Kliniken aus.

Klinik-KI-Agenten übernehmen konkrete Versorgungsaufgaben

Carebricks funktioniert nach Angaben von Bunkerhill Health als eine Art Betriebssystem für KI-Agenten in Kliniken: Fachabteilungen bauen darüber eigene Assistenten für wiederkehrende Aufgaben, ohne auf einzelne Software-Anbieter angewiesen zu sein. An der University of Texas Medical Branch (UTMB) laufen bereits mehr als zwanzig solcher Agenten im Produktivbetrieb. Ein Agent zur Erkennung von Herzkranzgefäßverkalkungen erkannte im ersten Monat einen Patienten mit akutem Infarktrisiko, der daraufhin notfallmäßig einen dreifachen Bypass erhielt. Ein Agent für die nephrologische Ersteinschätzung senkte die Wartezeit auf einen Facharzttermin um mehr als die Hälfte, ein weiterer beschleunigte bei Lungenknoten die Bearbeitung dringender Fälle um 80 Prozent und verdoppelte leitliniengerechte Folgeuntersuchungen. Diese Zahlen stammen ausschließlich vom Unternehmen selbst und sind unabhängig nicht verifiziert. Neun der eingesetzten Algorithmen verfügen bereits über eine Zulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA für den klinischen Einsatz. Insgesamt nutzen nach Unternehmensangaben mindestens fünfzehn Gesundheitssysteme die Plattform, darunter neben UTMB auch Cleveland Clinic, Mayo Clinic, Ballad Health und Intermountain Health.

Investoren wetten auf operative statt diagnostische KI

Die Finanzierungsrunde wird von Khosla Ventures angeführt, zu den bestehenden Geldgebern zählen Sequoia Capital, Felicis, Optum Ventures und Y Combinator. Khosla erklärt laut Fortune, der Engpass bei KI im Gesundheitswesen sei nie die Technologie gewesen, sondern die Fähigkeit der Kliniken, sie tatsächlich im Betrieb einzusetzen. Bunkerhill positioniert sich damit bewusst gegen einen Großteil der Konkurrenz, die vor allem auf einzelne diagnostische Anwendungen setzt. Firmenchef Nishith Khandwala begründet den Ansatz damit, dass jedes führende Gesundheitssystem mehr Möglichkeiten zur Verbesserung der Patientenversorgung habe, als seine Belegschaft an Kapazität aufbringen könne. UTMB-Chief-AI-Officer Peter McCaffrey sagt, man brauche für die größten Probleme der Klinik keine Superintelligenz, sondern durchschnittliche Intelligenz in großem Maßstab. Bunkerhill Health wurde 2019 von den Stanford-Absolventen Nishith Khandwala und David Eng gegründet und konzentriert sich anders als viele Wettbewerber auf administrative statt rein diagnostische Prozesse. Die aktuelle Runde folgt auf eine Seed- und eine Series-A-Finanzierung, deren einzelne Beträge das Unternehmen nicht gesondert ausweist, sondern nur in der Gesamtsumme von 55 Millionen Dollar nennt.

Entscheidend wird, ob sich Bunkerhills Wette auf operative Prozesse auch dann noch auszahlt, wenn die Plattform über die aktuellen fünfzehn Gesundheitssysteme hinaus skaliert. Bislang veröffentlicht das Unternehmen ausschließlich eigene Erfolgszahlen einzelner Pilotagenten, eine unabhängige Untersuchung zu Fehlerrate oder abgelehnten Fällen der Agenten steht bislang aus. Wie viele neue Klinikpartnerschaften noch in diesem Jahr hinzukommen, hat Bunkerhill Health nicht beziffert.

Häufige Fragen

Was ist Carebricks?

Carebricks ist die Agentenplattform von Bunkerhill Health, über die Gesundheitssysteme eigene KI-Agenten für klinische und administrative Aufgaben entwickeln und betreiben können, ohne dafür auf einzelne externe Softwareprodukte angewiesen zu sein.

Welche Kliniken setzen die Plattform bereits ein?

Nach Unternehmensangaben nutzen mindestens fünfzehn US-Gesundheitssysteme Carebricks, darunter Cleveland Clinic, Mayo Clinic, Ballad Health, Intermountain Health und die University of Texas Medical Branch.

Wie hoch ist die Bewertung von Bunkerhill Health?

Eine Unternehmensbewertung wurde im Rahmen der Serie-B-Runde nicht veröffentlicht; bekannt ist lediglich die Gesamtfinanzierung von 55 Millionen Dollar seit der Gründung.

Worin unterscheidet sich Bunkerhill von anderen Anbietern für Gesundheits-KI?

Während viele Wettbewerber einzelne diagnostische Anwendungen anbieten, konzentriert sich Bunkerhill auf operative und administrative Abläufe wie Wartezeiten, Terminnachverfolgung und Vorabgenehmigungen.

Seit wann existiert das Unternehmen?

Bunkerhill Health wurde 2019 von den Stanford-Absolventen Nishith Khandwala und David Eng gegründet, bevor es sich auf die aktuelle Agentenplattform fokussierte.


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