KI-Praxis

Microsoft Teams verwandelt Besprechungen automatisch in Protokolle

2 Min. Lesezeit
Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm eine Videokonferenz mit mehreren Teilnehmer-Kacheln läuft, daneben ein Notizblock mit teilweise abgehakter Aufgabenliste und ein Kalenderblock. Generiertes Bild mit GPT Image 2
Schreibtisch mit Laptop, auf dessen Bildschirm eine Videokonferenz mit mehreren Teilnehmer-Kacheln läuft, daneben ein Notizblock mit teilweise abgehakter Aufgabenliste und ein Kalenderblock.

TL;DR Too Long; Didn’t read

Die Recap-Funktion in Microsoft Teams fasst Besprechungen nach dem Meeting automatisch zusammen und listet offene Aufgaben auf – das spart Nachbereitungszeit im Büroalltag. Grundfunktionen wie Aufzeichnung und Transkript sind in gängigen Teams-Abos enthalten, die KI-Zusammenfassung braucht zusätzlich Teams Premium oder eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Die Funktion steht auf Deutsch und in der EU zur Verfügung, ersetzt aber keine Prüfung durch Menschen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Teams-Recap fasst Meetings automatisch zusammen und listet offene Aufgaben auf.
  • Die KI-Zusammenfassung braucht Teams Premium oder eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz, nicht im kostenlosen Teams enthalten.
  • Verfügbar auf Deutsch und für Nutzerinnen und Nutzer in der EU, laut Microsoft in rund 25 Sprachen.
  • Zugang läuft direkt über den Recap-Tab im Besprechungs-Chat, ohne zusätzliche App.
  • Copilot beantwortet im Nachgang gezielte Fragen zum Gesprächsverlauf, sofern ein Transkript vorliegt.
  • Bei Meetings mit externen Teilnehmenden außerhalb der eigenen Organisation funktioniert Copilot nicht.

Ein einstündiges Teams-Meeting hinterlässt oft nur lückenhafte Notizen und die Frage, wer sich um welche Aufgabe kümmert. Microsoft Teams übernimmt diese Nacharbeit inzwischen automatisch: Die Recap-Funktion fasst das Gespräch zusammen, listet offene Aufgaben auf und macht Wortmeldungen durchsuchbar. Wer sie richtig einsetzt, spart nach jedem Meeting mehrere Minuten Nachbereitungszeit.

Teams-Recap verwandelt Aufnahmen in ein Protokoll

Sobald ein aufgezeichnetes Teams-Meeting endet, legt Microsoft im Besprechungs-Chat automatisch eine Recap-Seite an. Dort stehen laut Microsofts Support-Dokumentation Aufzeichnung, Transkript, geteilte Dateien, Notizen, eine automatische Zusammenfassung, die Agenda und offene Aufgaben gebündelt an einem Ort. Mit einer passenden Lizenz markiert die KI zusätzlich Sprecherwechsel, nennt Namen, die im Gespräch fielen, und gliedert das Meeting in Kapitel.

So sparen Büro-Teams Zeit im Alltag

Die automatische Zusammenfassung ersetzt kein handgeschriebenes Protokoll, hilft aber allen, die zu spät kamen oder gar nicht dabei waren. Folgender Ablauf hat sich für die Nachbereitung bewährt:

  1. Teams-Meeting wie gewohnt starten und Aufzeichnung aktivieren.
  2. Nach dem Meeting den Reiter „Recap” im Besprechungs-Chat öffnen.
  3. Automatische Zusammenfassung, Aufgabenliste und Kapitel-Übersicht durchsehen.
  4. Wichtige Aufgaben in die eigene To-do-Liste oder in Outlook-Aufgaben übernehmen.
  5. Bei Unklarheiten im Copilot-Chat gezielt nachfragen, etwa „Welche Aufgaben wurden mir zugewiesen?”.
  6. Zusammenfassung vor der Weitergabe an Kolleginnen und Kollegen einmal gegenlesen.

Wer während oder nach dem Meeting weitere Fragen hat, kann den Copilot-Chat im Recap-Tab nutzen. Copilot beantwortet dort auch Fragen wie „Worüber waren wir uns nicht einig?” und nennt dabei die Textstelle, auf die sich die Antwort stützt.

Kosten, Zugang und Voraussetzungen im Überblick

Die Grundfunktion von Recap – Aufzeichnung, Transkript und manuelle Notizen – ist laut Microsoft in gängigen Teams-Abos enthalten. Die KI-gestützte Zusammenfassung mit Aufgabenliste und Sprechererkennung setzt hingegen Teams Premium oder eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz voraus, beides kostenpflichtige Zusatzpakete zum bestehenden Microsoft-365-Konto. Eine zusätzliche App wird nicht benötigt: Recap öffnet sich direkt im Besprechungs-Chat, am Desktop, im Browser oder in der mobilen App. Nach Angaben von Microsoft unterstützt die KI-Funktion rund 25 Sprachen, darunter Deutsch, und ist damit auch für Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzbar.

Aufzeichnungen und Zusammenfassungen landen in OneDrive oder SharePoint des Unternehmens; wie lange sie gespeichert bleiben und wer sie einsehen darf, legt die IT-Abteilung über Microsoft-Purview-Richtlinien fest. Wer vertrauliche Kunden- oder Personaldaten bespricht, sollte vorab klären, ob die Aufzeichnung für dieses Meeting überhaupt vorgesehen ist.

Recap eignet sich damit vor allem für interne Routine-Meetings, in denen Aufgaben und Absprachen sonst schnell untergehen. Die Funktion bleibt aber ein Zusatzwerkzeug: Sie funktioniert laut Microsoft nicht in Meetings mit externen Teilnehmenden außerhalb der eigenen Organisation, benötigt zwingend ein Transkript und kann Sprecher oder Zusammenhänge gelegentlich falsch zuordnen. Ergebnisse gehören deshalb vor der Weitergabe an Kolleginnen und Kollegen immer noch einmal gegengelesen.

Häufige Fragen

Kostet die Recap-Funktion etwas?

Aufzeichnung und Transkript sind in gängigen Teams-Abos enthalten. Die KI-Zusammenfassung mit Aufgabenliste braucht zusätzlich Teams Premium oder eine Microsoft-365-Copilot-Lizenz, beides kostenpflichtige Zusatzpakete.

Brauche ich ein extra Konto oder eine neue App?

Nein, Recap erscheint automatisch im Besprechungs-Chat der jeweiligen Teams-Sitzung. Vorausgesetzt wird lediglich ein Firmenkonto mit passender Lizenz.

Funktioniert die Zusammenfassung auf Deutsch und in der EU?

Ja, die KI-Funktionen unterstützen laut Microsoft rund 25 Sprachen, darunter Deutsch, und stehen auch Nutzerinnen und Nutzern in der EU zur Verfügung.

Dürfen vertrauliche Firmen- oder Kundendaten in einem aufgezeichneten Meeting besprochen werden?

Das hängt von der IT-Richtlinie des Unternehmens ab, da Aufzeichnung und Zusammenfassung in Firmen-Speicherorten wie OneDrive oder SharePoint abgelegt werden. Im Zweifel vorher mit der IT-Abteilung klären.

Gibt es Alternativen zu Teams-Recap?

Wer keine Teams-Premium- oder Copilot-Lizenz hat, kann Mitschnitte auch mit externen Diensten oder mit ChatGPT und Claude per hochgeladenem Transkript zusammenfassen lassen, allerdings ohne native Teams-Integration.

Änderungshistorie

  • – Beitrag veröffentlicht.

Quellen

  1. Recap in Microsoft Teams – Microsoft-Support
  2. Mit Microsoft 365 Copilot in Teams-Meetings auf dem Laufenden bleiben – Microsoft-Support

← Zurück zum Blog