Dossier · Laufend aktualisiert

Offene Modelle und das Cyberrisiko

Wie offene Modelle wie GLM und DeepSeek seit Juli 2026 bei Cyberfähigkeiten aufholen – von der AISI-Analyse bis zu zurückgehaltenen Modellgewichten.

Offene Modellgewichte lassen sich lokal betreiben – ohne die Nutzungssperren, mit denen Anbieter ihre gehosteten Systeme absichern. Seit Juli 2026 verdichten sich die Belege, dass chinesische Open-Weight-Modelle bei Cyberaufgaben zur geschlossenen Spitze aufschließen: Das britische AI Security Institute beziffert den Rückstand auf vier bis sieben Monate, wenige Wochen später steuert ein Angreifer DeepSeek über ein Agenten-Framework gegen mehr als 460 reale Systeme.

Das Dossier verfolgt, wie sich diese Fähigkeiten messen lassen, wo sie in echten Angriffen auftauchen und wie die Anbieter darauf reagieren – etwa Z.ai, das die Gewichte von GLM-5.3 wegen unerwartet starker Angriffsplanung zunächst zurückhält.

Chronologie

  1. GLM-5.2 senkt Cyber-Rückstand auf vier bis sieben Monate

    Eine Analyse des AI Security Institute zeigt: Offene Modelle wie GLM-5.2 erreichen bei Cyberaufgaben fast das Niveau von Claude Opus 4.6.

  2. DeepSeek: Hacker attackiert über 460 Systeme per KI-Agent

    Die Sicherheitsfirma Palo Alto Networks dokumentiert, wie ein mutmaßlich chinesischer Hacker DeepSeek für automatisierte Angriffe auf Firmen-Server nutzte.

  3. GLM-5.3: Z.ai hält Modellgewichte wegen Cyberrisiko zurück

    Z.ai verzögert die offene Freigabe von GLM-5.3, weil das Modell beim Training unerwartet starke Fähigkeiten zur Cyberangriffsplanung entwickelte.

  4. DeepSeek: Chinesische Hacker verdoppeln Angriffszahl

    Die Sicherheitsfirma TeamT5 dokumentiert vier chinesische Hackergruppen, die mit DeepSeek und Claude Code Exploits, Aufklärung und Tarnung automatisieren.

  5. Z.ai öffnet GLM-5.3-Flash – Cyber-Modell bleibt gesperrt

    Z.ai gibt die Gewichte des kleineren GLM-5.3-Flash frei, während das größere Schwestermodell wegen seiner Cyberfähigkeiten weiter gesperrt bleibt.